Spiegel-Verlagshaus in Hamburg | Bildquelle: picture alliance / imageBROKER

Fälschungsaffäre um Relotius Verträge der "Spiegel"-Chefs auf Eis gelegt

Stand: 28.12.2018 21:51 Uhr

Zwei "Spiegel"-Chefs lassen infolge der Fälschungsaffäre ihre Verträge ruhen. Das kündigte der designierte Chefredakteur Klusmann an. Bis eine Kommission den Fall abschließend geklärt hat, kehren sie nicht zurück.

Im Fälschungsskandal um den ehemaligen "Spiegel"-Reporter Claas Relotius werden die Verträge von zwei Führungskräften zunächst auf Eis gelegt. Das kündigte der designierte Chefredakteur Steffen Klusmann in einem Schreiben an die Mitarbeiter an, wie eine Sprecherin bestätigte. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Claas Relotius | Bildquelle: picture alliance / Eventpress
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Der ehemalige "Spiegel"-Redakteur Claas Relotius fälschte Reportagen.

Klusmann schreibt in dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Brief, der Fall Relotius habe bei einigen die Frage aufgeworfen, ob Ullrich Fichtner als Chefredakteur und Matthias Geyer als Blattmacher nach einem solchen "Desaster" eigentlich noch tragbar seien. Der eine habe Relotius für den "Spiegel" entdeckt, der andere habe ihn fest angestellt und bis zuletzt seine Arbeit betreut.

Er wolle den Fall Relotius nicht leichtfertig abtun, schreibt Klusmann. "Dafür ist er zu groß und zu gefährlich. Und er ist noch lange nicht ausgestanden. Ich habe daher mit Matthias und Ullrich verabredet, dass wir ihre neuen Verträge erstmal aussetzen und ruhen lassen, bis die Kommission den Fall abschließend untersucht hat."

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 28. Dezember 2018 um 22:00 Uhr.

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