"Gabenzaun" an einem Sportplatz in Hamburg, an dem Spenden für Obdachlose abgelegt werden sollen

Bisherige Bilanz für 2020 Deutsche spenden auch in der Corona-Krise

Stand: 02.07.2020 11:37 Uhr

Trotz wirtschaftlicher Unsicherheit in der Corona-Krise spenden die Deutschen in vollen Zügen. Nach Angaben des Meinungsforschungsinstituts GFK kamen bislang in 2020 sogar rund 31 Millionen Euro mehr zusammen als im Vorjahreszeitraum.

Die Spendenbereitschaft der Deutschen hat auch in der Coronakrise nicht nachgelassen. In den Monaten Februar bis Mai 2020 spendeten die Bundesbürger mehr Geld an gemeinnützige Organisationen als im Vorjahreszeitraum, wie Zahlen des Marktforschungsinstituts GfK zeigen.

"Angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten, die die Coronakrise für viele Menschen mit sich bringt, hätte man durchaus erwarten können, dass es einen Spendeneinbruch gibt", sagt Max Mälzer, Geschäftsführer des Deutschen Spendenrats. Zu Beginn der Krise hätte so manche Hilfsorganisation mit einem Spendenrückgang von bis zu 90 Prozent gerechnet.

31 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum

Insgesamt kamen den Angaben zufolge im Jahr 2020 bislang rund 31 Millionen Euro mehr zusammen als im Vorjahreszeitraum. Demnach stieg das Gesamtspendenvolumen im Februar gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2019 um sechs Prozent, im März um 13 Prozent, im April um fünf Prozent und im Mai um sieben Prozent.

"Wenn man bedenkt, dass die vielen kleinen finanziellen Unterstützungsleistungen von Privatleuten an lokale gewerbliche Anbieter - etwa den Buchhändler oder das Lieblingsrestaurant um die Ecke - in der Erhebung nicht berücksichtigt werden, ist diese erste Bilanz umso erstaunlicher", erklärt Mälzer.

Die GfK wird vom Deutschen Spendenrat e.V. damit beauftragt, kontinuierlich das Spendenaufkommen in Deutschland zu erfassen. In den vergangenen Jahren kamen den Angaben zufolge mit leichten Abweichungen rund 5,3 Milliarden Euro pro Jahr zusammen.

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