Die Justizministerin und SPD-Politikerin Katarina Barley. | Bildquelle: dpa

Europawahl 2019 SPD nominiert Barley und Bullmann

Stand: 25.03.2019 13:03 Uhr

Mit einem nahezu perfekten Wahlergebnis zieht Justizministerin Barley als SPD-Spitzenkandidatin in die Europawahl. Sie erhielt 99 Prozent der Stimmen und bildet ein Spitzenduo mit dem EU-Politiker Bullmann.

Der SPD- und EU-Politiker Udo Bullmann spricht im November 2018 in Kiel. | Bildquelle: dpa
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Der zweite im Duo: Udo Bullmann kam auf 97,4 Prozent der Delegiertenstimmen.

Die SPD stellt Justizministerin Katarina Barley und den Fraktionsvorsitzenden des EU-Parlaments, Udo Bullmann, als Spitzenduo für die Europawahl im kommenden Jahr auf.

Barley erhielt auf der Delegiertenkonferenz der Sozialdemokraten in Berlin 99 Prozent aller Stimmen. 192 von 194 Delegierte stimmten für sie. Bullmann kam mit 188 von 193 abgegebenen gültigen Stimmen auf 97,4 Prozent.

Barley gibt Posten als Ministerin auf

Für ihren Wechsel nach Brüssel will Barley ihr Ministeramt aufgeben. In ihrer Rede vor der Abstimmung hatte sie dazu aufgerufen, dem Erstarken der Rechtspopulisten in der EU entschieden entgegenzuwirken. Die EU sei der Garant für den Frieden in Europa, "das dürfen wir nicht aufs Spiel setzen". Niemals dürften Rechtspopulisten das Sagen in Europa bekommen.

Zudem kündigte sie an, sich für Reformen in der EU einsetzen zu wollen und nannte einen europäischen Mindestlohn und eine europäische Sozialversicherung.

SPD nominiert Barley als Spitzenkandidatin für Europawahl
tagesthemen 22:45 Uhr, 09.12.2018, Christian Feld, ARD Berlin

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"Entscheidung des britischen Volkes zum Brexit respektieren"

Man dürfe die EU nicht mehr für selbstverständlich nehmen, erklärte Barley im Bericht aus Berlin. Der Brexit sei ein Beispiel dafür. Viele pro-europäische Briten seien nicht zur Abstimmung gegangen. Sie respektiere die Entscheidung der Briten für den Brexit, aber: "Man wusste ja gar nicht, wie solch ein Brexit aussehen sollte". Sie halte es für logisch, dass nun, wo der Deal auf dem Tisch liege, das britische Volk noch einmal entscheiden sollte, ob es wirklich das ist, was es wolle.

Barley hofft weiter auf einen Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union: "Ich glaube, wir sollten immer den Briten die Tür offenhalten - egal ob für einen Verbleib oder für eine sehr enge Partnerschaft."

Gratulation von der Partei-Chefin

SPD-Chefin Andrea Nahles gratulierte dem Duo per Tweet und lobte die "geballte Kompetenz und Leidenschaft".

Timmermans gegen Weber

Bereits am Samstag wurde der Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans, zum Spitzenkandidaten der sozialdemokratischen Parteien gekürt. Sein größter Konkurrent ist Manfred Weber, Spitzenkandidat der Konservativen. Beide konkurrieren um die Nachfolge von Jean-Claude Juncker als EU-Kommissionspräsident.

Die Europawahl soll am 26. Mai 2019 stattfinden. Bei der Wahl 2014 hatten die Sozialdemokraten mit Spitzenkandidat Martin Schulz 23,7 Prozent erreicht.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 09. Dezember 2018 um 14:00 Uhr in den Nachrichten.

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