Einheimische und Touristen kühlen sich im Meer am Strand Cala Major in Palma de Mallorca ab. | dpa

RKI überarbeitet Liste Spanien nicht mehr Hochrisikogebiet

Stand: 27.08.2021 14:19 Uhr

Gute Nachricht für Spanien-Urlauber: Ab Sonntag fällt die Quarantänepflicht bei der Rückkehr nach Deutschland weg. Neben Spanien werden dann auch Teile Portugals nicht mehr als Hochrisikogebiet eingestuft.

Ganz Spanien und der Großraum Lissabon in Portugal gelten ab Sonntag nicht mehr als Corona-Hochrisikogebiete. Wegen sinkender Infektionszahlen streicht die Bundesregierung die Regionen von der Liste, wie das Robert Koch-Institut mitteilte. Damit entfallen alle Quarantänevorschriften für aus Spanien und Lissabon zurückkehrende Urlauber.

Folgen für Tourismusbranche

Spanien war am 11. Juli wegen stark steigender Infektionszahlen mitten in der Ferienzeit als Risikogebiet eingestuft worden, Ende Juli als Hochrisikogebiet. Seitdem müssen Rückkehrer, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, für zehn Tage in Quarantäne, von der sie sich erst nach fünf Tagen mit einem negativen Test befreien können. Das traf vor allem die Tourismuswirtschaft auf der beliebten Urlaubsinsel Mallorca.

Bereits vergangenen Sonntag wurden die Kanarischen Inseln sowie Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen. Jetzt verschwindet das ganze Land von der RKI-Liste. In Portugal gilt ab Sonntag nur noch die beliebte Urlaubsregion Algarve als Hochrisikogebiet.

70 Länder gelten als Hochrisikogebiet

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Anders als früher sind dafür aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Neben Spanien und dem Großraum Lissabon ist auch Chile ab Sonntag kein Hochrisikogebiet mehr. Neu auf der Liste sind drei Karibikstaaten: Jamaika, St. Kitts und Nevis sowie St. Lucia. Nach den Änderungen wird es weiter rund 70 Länder geben, die ganz oder teilweise als Hochrisikogebiete eingestuft sind.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 27. August 2021 um 15:00 Uhr.