Jens Spahn | AFP

Corona-Pandemie Spahn will genauere Klinik-Angaben zu Patienten

Stand: 11.07.2021 16:03 Uhr

Alter, Art der Behandlung und der Impfstatus: Kliniken in Deutschland sollen künftig genauere Daten zu Corona-Patienten melden als bisher. Sein Ministerium will dafür eine neue Meldeverordnung vorlegen, teilte Minister Spahn mit.

Die Krankenhäuser in Deutschland müssen den Behörden künftig genauere Informationen über die Corona-Fälle auf ihren Stationen übermitteln. "Künftig müssen alle im Krankenhaus behandelten Covid-Patienten, ihr Alter, die Art der Behandlung und ihr Impfstatus gemeldet werden", schrieb Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Neben den Daten zur Belegung der Intensivstationen würden noch bessere Informationen zu allen in den Kliniken behandelten Corona-Fällen benötigt, fügte ein Sprecher hinzu. Spahns Ministerium will dafür eine neue Meldeverordnung vorlegen, die demnächst in Kraft treten soll. Es müsse zeitnah abgeschätzt werden können, "wie hoch die Belastung für das Gesundheitssystem wird und wie gut die Impfungen wirken", schrieb Spahn.

Detaillierte Informationen über Lage in Kliniken

Er zeigte sich zugleich zuversichtlich, dass die fortschreitende Impfkampagne sich positiv auswirkt: "Da die gefährdeten Risikogruppen geimpft sind, bedeutet eine hohe Inzidenz nicht automatisch eine ebenso hohe Belastung bei den Intensivbetten." Die Inzidenz verliere zunehmend an Aussagekraft, sagte der Minister weiter. "Wir benötigen nun noch detailliertere Informationen über die Lage in den Kliniken." Zuvor hatte die "Bild am Sonntag" über Spahns Vorhaben berichtet.  

Ab wann genau die neuen Regeln gelten sollen, konnte der Ministeriumssprecher noch nicht sagen. Die Verordnung werde nun aber zügig auf den Weg gebracht.

Auch Patientenschützer Brysch fordert Transparenz

Der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, forderte ebenfalls Transparenz bei den Angaben der Krankenhäusern. Es brauche verlässliche Daten für die Situation auf allen Stationen, erklärte Brysch. Damit lasse sich die Pandemielage besser beurteilen als allein der Blick auf die Inzidenzwerte.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 11. Juli 2021 um 16:00 Uhr.

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KOMMENTARE

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Nachfragerin 12.07.2021 • 00:00 Uhr

@schabernack - Ausreden

22:54 von schabernack: "Erst wollten die Datenschützer keine App für in Restaurants. Hat man das mit Namen eintragen versucht. Da hießen dann plözlich Abertausende 'Donald Duck', plus noch mal fast so viele andere 'Kater Carlo'." > Ja und? Dann lässt man die halt weg und wertet den Rest aus. Bei anderen Umfragen geht es ja auch. "Was soll man denn da nachverfolgen [...]" > Die Infektionsketten.