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Spahn zu Impf-Verzögerung "Größere Lieferung im Februar"

Stand: 22.01.2021 21:00 Uhr

Der Unmut über die Verzögerungen bei der Impfkampagne ist groß. Gesundheitsminister Spahn wirbt um Verständnis. Bereits im Februar werde sich die Situation deutlich verbessern, sagte er in den tagesthemen.

Gesundheitsminister Jens Spahn hat Verständnis dafür geäußert, dass viele Deutsche wegen des Verlaufs der Impfkampagne ungeduldig werden. Bei den tagesthemen machte der Politiker aber auch das Versprechen, dass die Impfungen Zug um Zug schneller ablaufen werden. Bisher seien die Vakzine 1,5 Millionen mal verabreicht worden. "Wir können aber nur die Mengen verimpfen, die geliefert werden."

Die zwei großen Hersteller Pfizer und AstraZeneca hatten zuvor bekannt gegeben, dass sie ihre Zusagen nicht halten könnten und deshalb weniger Impfdosen ausliefern. Dadurch kommt es zu Engpässen. Pfizer und sein deutscher Partner BioNTech hatten die Lieferschwierigkeiten mit dem Umbau eines Produktionswerkes in Belgien begründet.

"Abhängig von Lieferketten"

AstraZeneca nannte nun geringere Erträge an einem Produktionsstandort "innerhalb unserer europäischen Lieferkette" als Ursache. Spahn sagte bei den tagesthemen zu, das AstraZeneca seinen Impfstoff schon im Februar liefern werde. "Das wird dann eine Größenordnung sein, die einen Unterschied macht."

Spahn warb um Verständnis, dass eben auch die Pharmaunternehmen von Lieferketten und Zulieferern abhängig seien. Weltweit sei die Nachfrage nach Vakzinen in der Pandemie groß. Teilweise hätte man es wie bei BioNTech mit Firmen zu tun, die ihr erstes Produkt überhaupt auf den Markt bringen.

Vorsichtsmaßnahmen gegen Mutation

Angesichts der Meldung, dass es Hinweise gebe, die Virusmutation aus Großbritannien könnte noch tödlicher sein als die bisherige Variante, sagte Spahn, die "Politik muss dann auch ihre Strategie immer wieder anpassen". Als Vorsichtsmaßnahme diene die Pflicht, medizinische Schutzmasken in  der Öffentlichkeit zu tragen. Auch warb er dafür, Kontakte weiter zu reduzieren. "Wir müssen es dem Virus so schwer wie möglich machen."

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 22. Januar 2021 um 21:45 Uhr.