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Johnson & Johnson-Impfstoff Spahn hofft auf Lieferungen im April

Stand: 11.03.2021 20:50 Uhr

Gesundheitsminister Spahn geht davon aus, dass der nun von der EMA zugelassene Johnson & Johnson-Impfstoff "Janssen" frühestens Mitte April in der EU eintrifft. Die Impfkampagne werde bald fließender laufen, sagte er in den tagesthemen.

Gesundheitsminister Jens Spahn rechnet "frühestens Mitte, Ende April" mit Lieferungen des Johnson & Johnson-Impfstoffes an die EU und damit an Deutschland. Die EU-Kommission führe derzeit Gespräche mit dem Hersteller, wann die EU dran sei.

Mehr Impfstoff in EU produzieren

Zum faktischen Exportstopp der USA sagte er: "Wir haben es in den letzten zwölf Monaten immer wieder erleben müssen, dass bestimmte Produkte die USA nicht verlassen haben." Dies sei "problematisch im Miteinander, in der transatlantischen Partnerschaft", so Spahn. Darüber müsse man sprechen und damit umgehen. Insgesamt müsse mehr Impfstoff in der Europäischen Union und auch in Deutschland produziert werden. "Das ist eins der Themen, an denen wir jeden Tag arbeiten."

Zum Thema Einbindung der Hausärzte bei den Impfungen sagte Spahn, es müsste zunächst ausreichend Impfstoff vorhanden sein, damit auch die Hausärzte in Deutschland mitimpfen könnten. "Möglicherweise werden bis zu 70.000 Arztpraxen mitmachen", so Spahn. "Wenn jeder vielleicht 20 Dosen in der Woche verimpft, dann bräuchte man schon 1,4 Millionen Dosen." Er bekräftigte, dass die Hausärzte mitimpfen "sollen und müssen". Spahn geht weiterhin von Mitte April als Starttermin aus.

Zehn Millionen Impfungen pro Woche in Praxen

Die Impfungen in Deutschland würden bald fließender laufen. Es seien in gut zwei Monaten sieben Prozent der Deutschen geimpft worden, die nächsten sieben Prozent würden schneller gehen, das werde einen guten Monat dauern. "Im Mai, Juni, Juli werden wir zehn Millionen Impfungen pro Woche in den Arztpraxen sehen", so Spahn.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 11. März 2021 um 22:15 Uhr.

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KOMMENTARE

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Bender Rodriguez 12.03.2021 • 09:52 Uhr

Rainer 4528

Rainer 4528 "Das will oder kann unsere Politik nicht begreifen. Die User hier noch weniger. Ein Präsident der sagen würde, wir helfen erst anderen, dann erst uns, der währe in Bogensekunden weg." Das machen nur Länder, mit Schuldkomplex. So schlimm finde ich das aber nicht. Es gibt bestimmt andere Menschen, die das Mittel nötiger haben, als die meisten Deutschen.