Grüne Buchen stehen in einem Wald vor abgestorbenen Lärchen. | picture alliance/dpa

DWD-Warnung Sommer, Sonne - Waldbrände?

Stand: 18.06.2021 09:42 Uhr

Hohe Temperaturen, strahlender Sonnenschein: So schön das Sommerwetter für die Menschen ist, für Wälder birgt es Gefahren. Der Deutsche Wetterdienst befürchtet vor allem im Nordosten Brände.

Mit der ersten Hitzewelle des Jahres in Deutschland steigt die Gefahr von Waldbränden weiter an. Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigte für das Wochenende einschließlich Freitag alarmierende rote bis dunkelrote Flecken. Der Index rase auf die höchste Waldbrandwarnstufe zu, sagte ein DWD-Sprecher.

Die Wetterexperten sehen vor allem im Nordosten Deutschlands eine hohe Gefahr. Dort seien die obersten Bodenschichten zu trocken. "Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit, Niederschläge, Temperatur und Sonneneinstrahlung sind wichtige Faktoren", so DWD-Waldbrandexperte Christopher Böttcher.

Brandenburg besonders betroffen

Brandenburg ist Jahr für Jahr besonders stark von Waldbränden betroffen, denn häufig regnet es in dem Bundesland wenig oder nur sehr lokal. Kommen die Winde aus dem Norden, sorgen Skandinaviens Gebirge dafür, dass nur noch eine trockene Strömung in Brandenburg ankomme, wie ein DWD-Meteorologe erklärte.

Aus dem Südwesten stauten sich Gewitter meist über dem Mittelgebirge, Wolken regneten sich ab, nur noch ein kleiner Restniederschlag komme in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg an. Das Land um Berlin leidet zudem unter den sandigen Böden, die den Regen nicht lange halten können.

Warnung vor offenen Feuern in Wäldern

Auch in anderen Ländern wie Bayern, Sachsen und Niedersachsen nimmt die Gefahr von Waldbränden mit jedem Tag zu. Die Forstverantwortlichen warnten davor, in Wäldern zu rauchen, zu grillen oder Lagerfeuer zu entzünden. Die Waldbrandzentralen in den Ländern sind ab Gefahrenstufe 3 besetzt und überwachen mit Sensoren das Geschehen.

Es bleibt vielerorts sehr heiß

Der DWD warnte für fast ganz Deutschland vor verbreitet starker Wärmebelastung. Mit südlicher Strömung gelange "heiße Luft subtropischen Ursprungs nach Deutschland", heißt es im Warnlagebericht. Die Luft werde außerdem "feuchter und damit spürbar schwüler".

Dabei soll es laut Vorhersage "verbreitet heiß mit 30 bis 37 Grad" werden, mit den höchsten Werten im Osten", an der Nordsee aber angenehmer mit 20 bis 26 Grad. Auch im Voralpenland soll es nicht so extrem heiß werden.

Ende der Hitzewelle Anfang der Woche

Entspannung ist nach DWD-Angaben erst mit zunehmender Gewitterwahrscheinlichkeit in Sicht. Eine großflächige Gewitterfront, die der aktuellen Hitzewelle ein Ende bereite, werde aber erst Anfang der Woche erwartet und berge auch Unwetterrisiken.

Unwettergefahr besteht aber bereits in der Nacht zum Samstag lokal, vom Emsland bis zur Nordsee und am Samstag tagsüber vor allem in einem Streifen von Westmecklenburg über Thüringen bis nach Süddeutschland. Der Wetterdienst erwartet "lokal großen Hagel, schwere Sturmböen und heftigen Starkregen."

Über dieses Thema berichtete MDR aktuell am 18. Juni 2021 um 09:06 Uhr.