Frau im Wohnzimmer | Bildquelle: dpa

Single-Haushalte in Deutschland 17,6 Millionen Menschen leben allein

Stand: 12.11.2020 11:25 Uhr

Neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen: Die Menschen in Deutschland wohnen häufiger in Single-Haushalten als noch vor 30 Jahren. Vor allem junge Männer und ältere Frauen leben allein.

Die Zahl der Single-Haushalte steigt: Rund 17,6 Millionen Menschen in Deutschland lebten im Jahr 2019 alleine. 2018 waren es 17,3 Millionen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Der Anteil der Single-Haushalte zwischen 1991 und 2019 stieg von 34 Prozent auf 42 Prozent.

Vor allem junge Männer und ältere Frauen leben allein. Während bei den insgesamt knapp 8,5 Millionen allein wohnenden Männern mehr als jeder Dritte (38 Prozent) zwischen 20 und 39 Jahre alt war, bildeten bei den Frauen die 60- bis 79-Jährigen mit rund 34 Prozent die größte Gruppe der Alleinlebenden. Ab einem Alter von 80 Jahren ist die Zahl der allein wohnenden Frauen - auch wegen der höheren Lebenserwartung - fast vier Mal so hoch wie bei den Männern. Insgesamt lebten 2019 rund neun Millionen Frauen allein.

Fast die Hälfte der Alleinlebenden wohnt in Großstädten

Etwa die Hälfte der Menschen in Ein-Personen-Haushalten (8,9 Millionen) sind ledig, 4,2 Millionen sind verwitwet, 3,3 Millionen geschieden und 1,1 Millionen sind verheiratet, leben aber getrennt.

Fast die Hälfte der Single-Haushalte (42 Prozent) findet sich in Großstädten ab 100.000 Einwohnern. Beinahe jede oder jeder dritte Alleinlebende (32 Prozent) lebt in kleinen Gemeinden unter 20.000 Einwohnern. In den mittelgroßen Gemeinden zwischen 20.000 und 100.000 Einwohnern lebt mit 26 Prozent gut jede oder jeder vierte Alleinlebende.

In Haushalten ab fünf Personen leben in Deutschland insgesamt 7,7 Millionen Menschen. Jung und Alt lebten in 69.000 dieser Haushalte unter einem Dach. Insgesamt ging der Anteil der Haushalte mit fünf oder mehr Personen zwischen 1991 und 2019 um 1,5 Prozentpunkte zurück.

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