Schülerinnen und Schüler mit Mund- und Nasenschutz  | picture alliance/dpa

Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger Schulen sollen Notfallpläne aufstellen

Stand: 10.01.2022 11:46 Uhr

In acht weiteren Bundesländern hat die Schule wieder begonnen. Damit der Unterricht trotz drohender Quarantänefälle aufrecht erhalten werden kann, fordert Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger Notfallpläne auch für Schulen.

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger hat bessere Vorkehrungen für die wegen der Omikron-Variante drohenden vermehrten Quarantänefälle an Schulen gefordert. "Schulen sind für mich auch kritische Infrastruktur", sagte die FDP-Politikerin im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Deshalb müsse jetzt eine Ausfallplanung auch ins Schulmanagement integriert werden. 

Das bedeute, dass etwa in Quarantäne geschickte Lehrer in hybrider Form zugeschaltet werden und so weiter unterrichten sollten. Auch Schüler, die in Quarantäne sind, sollten weiter in den Unterricht eingebunden werden. "Das muss ins Schulmanagement", sagte Stark-Watzinger. "Bildung muss oberste Priorität haben."

Impfquote in Altersgruppe der Schüler erhöhen

Hygienemaßnahmen und Maskenpflicht müssten konsequent umgesetzt werden und umfangreiche Testung sei nötig. Zudem forderte die Ministerin verstärkte Impfungen in der Altersgruppe der Schüler. "Wir müssen schaffen, dass auch an den Schulen geboostert wird", sagte Stark-Watzinger. Dass die Impfquote der unter 18-Jährigen unter der der älteren Bevölkerung liege, hänge damit zusammen, dass in dieser Altersgruppe erst später mit dem Impfen begonnen wurde. Aber jetzt müsse jede Schülerin und jeder Schüler dieser Altersklasse ein Impfangebot bekommen.

Schulstart in acht Bundesländern

In acht Bundesländern starten heute nach den Weihnachtsferien wieder die Schulen. Dabei gibt es teils verschärfte Vorkehrungen wegen der sich schnell ausbreitenden Virusvariante Omikron. In Bayern müssen sich auch geimpfte und genesene Schülerinnen und Schüler wieder regelmäßig testen. Auch in Baden-Württemberg wird zunächst für sechs Wochen an den Schulen stärker getestet.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen sollen alle Schüler, Lehrkräfte und weitere Beschäftigte an den Schulen am ersten Tag nach den Ferien getestet werden.

Die Schulen beginnen auch in Schleswig-Holstein, Hessen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Bremen wieder. In den acht anderen Bundesländern war der Unterricht bereits in den vergangenen Tagen wieder gestartet.

Schulen sollen offen bleiben

Die für Bildung zuständigen Kultusministerinnen und -minister der Länder hatten am Mittwoch ihre Linie bekräftigt, dass Schulen in der aktuellen Corona-Lage offen gehalten werden sollen. Die im Bund regierenden Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP hatten durch Änderungen am Infektionsschutzgesetz ausgeschlossen, dass es erneut zu einem großen Schul-Lockdown wie vor einem Jahr kommt. Es könne aber örtlich an Schulen zu Einschränkungen kommen, etwa wenn Gesundheitsämter das anordneten, hatte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Karin Prien (CDU), erläutert.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 10. Januar 2022 um 09:00 Uhr.