Jörg Schönbohm | Bildquelle: picture alliance / Ralf Hirschbe

Trauer um CDU-Politiker Jörg Schönbohm ist tot

Stand: 08.02.2019 15:08 Uhr

Brandenburgs früherer Innenminister Schönbohm ist tot. Der Ex-General machte eine steile Karriere in der Landes-CDU. Auch bundesweit sorgte er immer wieder für Schlagzeilen.

Der CDU-Politiker und frühere Innenminister von Brandenburg, Jörg Schönbohm, ist tot. Er sei in der vergangenen Nacht im Alter von 81 Jahren gestorben, teilte die Brandenburger CDU mit und bestätigte einen Bericht von radio B2. Er erlag einem Herzinfarkt.

1996 wurde Schönbohm Innensenator in Berlin. Erst zwei Jahre zuvor war er in die CDU eingetreten. 1999 wechselte er nach Brandenburg, wo er die zuvor zerstrittene Landes-CDU zur Geschlossenheit führte und wenig später in einer rot-schwarzen Koalition Innenminister und Vize-Regierungschef wurde.

Jörg Schönbohm | Bildquelle: picture alliance/dpa
galerie

1999 wechselte Jörg Schönbohm nach Brandenburg.

Brandenburgs Ministerpräsident Woidke würdigte Schönbohm als einen "Patrioten im besten Sinne". Er habe sich große Verdienste um die Deutsche Einheit erworben, erklärte Woidke in einem Kondolenzschreiben. Seine Ansichten habe Schönbohm aufrecht und deutlich vertreten, sei aber anderen Meinungen immer aufgeschlossen gewesen. Mit Sensibilität, sachlicher Kenntnis und Sicht auf militärische Notwendigkeiten habe er die westdeutsche Bundeswehr und die ostdeutsche Nationale Volksarmee zusammengeführt.

Schönbohm war nach der deutschen Einigung Chef des Bundeswehrkommandos Ost, das in den Gebäuden des ehemaligen DDR-Verteidigungsministeriums von Strausberg nahe Berlin die noch 90.000 Mann starken Streitkräfte der ehemaligen Nationalen Volksarmee auflöste.

Nachruf: Jörg Schönbohm gestorben
Alex Krämer, ARD Berlin
08.02.2019 16:26 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 08. Februar 2019 um 15:00 Uhr.

Darstellung: