Einsatzkräfte an der Unfallstelle des verunglückten Reisebusses  | Bildquelle: dpa

Winter im Südwesten Unfälle und Ausfälle nach Sturm und Schnee

Stand: 28.02.2020 08:05 Uhr

Ein Wintereinbruch hat im Süden und Südwesten für Unfälle und Staus gesorgt sowie für Behinderungen im Bahnverkehr. Bei Ulm kippte ein Reisebus auf glatter Straße um. In Baden-Württemberg gibt es Einschränkungen im Regionalverkehr.

Heftige Schneefälle, rutschige Straßen und Sturmböen haben den Straßen- und Bahnverkehr im Süden und Südwesten Deutschlands beeinträchtigt. In Rheinland-Pfalz im Kreis Mayen-Koblenz starb eine Autofahrerin bei einem Unfall auf schneeglatter Straße.

Bei Ulm wurde in der Nacht ein Reisebus aus Kroatien von einer Windböe erfasst und kippte auf der rutschigen Straße um. Dabei wurden acht Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer.

Beeinträchtigungen im Berufsverkehr

Zahlreiche Glätteunfälle und Verkehrsprobleme wurden auch aus Würzburg sowie aus Regionen in Hessen gemeldet. Hier sorgte das Winterwetter bereits im abendlichen Berufsverkehr für Unfälle und Staus. Meist blieb es bei Blechschäden, auch von mehreren Leichtverletzten berichtete etwa die Polizei aus dem Hochtaunuskreis. Glatt und rutschig war es auch auf vielen Straßen in Mittel- und Osthessen, vor allem in den höheren Lagen.

In Bayern waren zudem mehrere 10.000 Haushalte in der Nacht stundenlang ohne Strom. Das teilte ein Sprecher des Netzbetreibers "Bayernwerk“ mit Sitz in Regensburg auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks mit. Betroffen war demnach das komplette Netzgebiet von Unterfranken bis Oberbayern.

Schneetreiben in München | Bildquelle: dpa
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Schneetreiben in München

Behinderungen im Regionalverkehr

Pendler und Zugreisende in Baden-Württemberg müssen sich auch am Vormittag auf Einschränkungen im Regionalverkehr einstellen. Nach Angaben der Deutschen Bahn sind die Schwarzwaldbahn zwischen Triberg und Villingen-Schwenningen sowie die Verbindung zwischen Schrozberg (Kreis Schwäbisch Hall) und dem fränkischen Niederstetten noch gesperrt.

Am Donnerstagabend musste zwischen Nürnberg und Stuttgart ein IC-Zug im mittelfränkischen Leutershausen auf freier Strecke anhalten. Grund war ein Baum, der ins Gleisbett gekracht war.

Mehrere Fernverkehrsstrecken waren zeitweise gesperrt, etwa zwischen Offenburg und Freiburg oder zwischen Nürnberg und Würzburg. Die Strecke zwischen Salzburg und Rosenheim war zeitweilig stromlos. Dadurch kam es zu Verzögerungen. Inzwischen seien die meisten Strecken wieder verfügbar, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn.

Der Wintereinbruch wird nicht von langer Dauer sein: Bereits am Wochenende soll es dem Deutschen Wetterdienst zufolge wieder deutlich wärmer werden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau100 am 28. Februar 2020 um 04:56 Uhr.

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