Ein Schneepflug räumt Schnee in Saalfeld. Bild vom 09.01.2018 | Bildquelle: dpa

Unwetter in den Alpen Lawinenabgang - drei Deutsche tot

Stand: 13.01.2019 15:44 Uhr

In Österreich sind drei deutsche Skifahrer durch eine Lawine getötet worden - sie waren abseits der Piste unterwegs. Ein Mann wird noch vermisst. Auch aus Frankreich wird ein tödlicher Unfall gemeldet. Neuschnee und Regen lösen neue Sorgen in den Alpen aus.

Drei Skifahrer aus Süddeutschland sind im österreichischen Lech unter einer Lawine ums Leben gekommen. Wie die Behörden mitteilten, wird ein Mann der vierköpfigen Gruppe noch vermisst. Die vier befreundeten Skifahrer waren am Samstag den Angaben zufolge auf einer gesperrten Skiroute unterwegs. Am Abend wurden sie als vermisst gemeldet.

Schneechaos in Bayern und Österreich droht sich weiter zu verschärfen
tagesschau 17:15, 13.01.2019, Eckhart Querner, BR

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Trotz Notfallausrüstung verschüttet

Laut Polizei fanden die Retter die Leichen der drei Männer aus Oberschwaben im Alter von 32, 36 und 57 Jahren kurz vor Mitternacht. Die noch vermisste Person ist 28 Jahre alt und ebenfalls aus Süddeutschland. Als am Samstagabend die Frau eines Skifahrers eine Vermisstenanzeige stellte, gelang es den Helfern schnell, die Gruppe mittels Handy-Ortung zu lokalisieren.

Die Wintersportler hatten die gesamte Notfallausrüstung zwar dabei. Trotz ausgelösten Airbags wurden sie aber verschüttet. Die Suche nach dem vierten Verschütteten musste wegen großer Lawinengefahr abgebrochen werden.

Ludwig Muxel, Bürgermeister von Lech am Arlberg, zeigte sich fassungslos angesichts des Unglücks: "Es wurde immer wieder gesagt: Bitte verlasst nicht den gesicherten Skiraum. Verbleiben Sie auf den gesicherten Pisten. Und trotzdem wird diese Botschaft immer wieder missachtet." Die Lawinengefahr auf ungesicherten Tiefschnee-Bereichen werde immer wieder unterschätzt, so Muxel.

Tödlicher Unfall in Frankreich

In den französischen Alpen kamen zwei Mitglieder einer Pistenpatrouille bei der Sicherung von Abfahrten ums Leben. Die Geräte, die sie zum Auslösen von Lawinen bei sich hatten, seien explodiert, erklärte die Polizei. Das Unglück habe sich am Morgen in Morillon vor der Öffnung der Skipisten ereignet. Zur Unglücksursache seien Ermittlungen aufgenommen worden.

Pistenpatrouillen haben die Aufgabe, potenzielle Gefahren für Skifahrer zu erkennen und beseitigen. Unter anderem lösen sie kontrolliert Lawinen aus. Das Lawinenrisiko lag am Sonntag in Morillon nach heftigen Schneefällen in der Nacht bei Stufe 4 von 5.

Wetterlage bleibt angespannt

In den österreichischen und den bayerischen Alpen müssen die Menschen auch weiterhin mit einer extremen Wetterlage rechnen. Österreich rief wegen des erwarteten Neuschnees von gut einem Meter bis einschließlich Montag wieder die höchste Lawinenwarnstufe 5 aus. Während es in den höheren Lagen weiter schneit, geht in den tieferen der Schnee in Regen über. Vorhandener Schnee saugt sich hier mit dem Wasser voll und kann zehnmal schwerer als Pulverschnee werden - ein Last, die Dächer einstürzen lassen kann.

Für die mehr als 1200 Einsatzkräfte vor Ort gebe es viel zu tun. Einzelne Turnhallen seien bereits freigeräumt worden, so dass die Menschen im Falle von möglichen Evakuierungen dort untergebracht werden könnten.

Festgesetzt in Balderschwang

Für die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Traunstein, Garmisch-Partenkirchen und Teile des Berchtesgadener Lands gilt bereits der Katastrophenfall. Der soll voraussichtlich noch bis Dienstag dauern.

Nach einem natürlichen Lawinenabgang sitzen nun auch rund 1300 Einwohner und Touristen in dem bayerischen Wintersportort Balderschwang fest. "Der Riedbergpass ist vorsorglich gesperrt, weil auch hier Lawinengefahr herrscht", teilte die Polizei mit. Wegen der Schneelast auf den Bäumen und der Lawinengefahr ist das Befahren des Passes riskant.

Damit ist die einzige Verbindung von deutscher Seite aus zum Tourismusziel im Allgäu blockiert. Zuvor war auf österreichischer Seite bei Hittisau eine Lawine abgegangen. Verletzte gab es nicht. Die Versorgung für die in rund 1000 Metern Höhe liegende Gemeinde ist vorerst gesichert. Die Stromleitungen sind intakt. "Eine Evakuierung ist derzeit nicht geplant", hieß es.

In Ruhpolding und Reit im Winkl im Kreis Traunstein nahm die Bundeswehr nach Behördenangaben mehrere kontrollierte Lawinensprengungen vor.

Verschiedene Arten von Schneelawinen
11.01.2019

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Nach dem Schnee kommt das Wasser

Wegen Tauwetters drohen an mehreren Flüssen nördlich der Donau und in den Alpen Überschwemmungen. Der Freistaat schickt 500 zusätzliche Bereitschaftspolizisten in die verschneiten Katastrophenregionen.

In Teilen Baden-Württembergs wird morgen mit Hochwasser gerechnet. Laut DWD könnten stellenweise bis zu 80 Liter Wasser pro Quadratmeter abfließen.

Mit Informationen von Thomas Wagner, SWR

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 13. Januar 2019 um 10:00 Uhr.

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