Zwei Männer befreien in Untertauern ein Dach von der Schneelast. | Bildquelle: dpa

Warnung des Wetterdienstes Es kommt noch viel mehr Schnee

Stand: 12.01.2019 12:18 Uhr

Der Wetterbericht verheißt nichts Gutes für die Nordalpen: Drei Tage lang soll es mehr oder weniger durchgehend schneien. Auf den Bergen, wo jetzt teils schon drei Meter liegen, könnte noch mehr als ein Meter dazukommen.

Der Samstag bringt den Menschen in den Alpen eine kurze Atempause, danach dürfte sich die Situation aber weiter verschlimmern. Meteorologen sagen weitere massive Schneefälle voraus.

Von Sonntag bis Dienstagvormittag soll es am Nordrand der Alpen praktisch durchgehend schneien. In den Tälern seien 20 bis 60 Zentimeter Neuschnee zu erwarten, so die österreichische Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). In den Bergen könnten es um die 100 Zentimeter sein. In einigen exponierten Lagen, wie etwa dem Nebelhorn bei Oberstdorf im Allgäu, könnten es auch 1,50 Meter sein. Dort liegen derzeit schon knapp drei Meter Schnee.

Deutscher Wetterdienst warnt vor extremen Unwettern
tagesschau 20:00 Uhr, 12.01.2019, Uli Meerkamm, HR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Altschnee wiegt das Zehnfach von Pulverschnee

Zwischenzeitlich soll es dabei auch etwas wärmer werden. In tiefen Lagen kann der Niederschlag daher vorübergehend auch als Regen fallen. Das verbessert die Lage allerdings nicht - eher im Gegenteil. Denn eines der Hauptprobleme derzeit sind die enormen Lasten des Schnees auf den Dächern oder auch auf Bäumen.

Je feuchter der Schnee, desto größer werden diese Lasten. Pulverschnee, der bei niedrigen Temperaturen fällt, wiegt zwischen 30 und 50 Kilogramm pro Kubikmeter, feuchter Altschnee etwa das Zehnfache.

Schneehöhen in ausgewählten Orten (Stand: 12.01.2019)
OrtSchneehöhe
Oberstdorf/Allgäu60-70 cm
Nebelhorn bei Oberstdorf (Gipfel)265-275 cm
Zugspitze (Gipfel)345 cm
Schönau am Königssee80 cm
(Quelle: Bergbahnen/Tourismusverbände)

Belastbarkeitsgrenze für Hausdächer

Nach Berechnungen der ZAMG liegt die Schneelast auf Gebäuden, die nach der entsprechenden Norm gebaut sind, derzeit bei 30 bis 40 Prozent dessen, was diese Norm als Belastbarkeit vorgibt. Bis Dienstag dürften es dann 50 bis 60 Prozent, vereinzelt bis 80 Prozent sein, heißt es in einer Meldung der ZAMG.

Sowohl im Süden Bayerns als auch in den von den großen Schneemengen betroffenen Bundesländern Österreichs sind die Menschen derzeit damit beschäftigt, den Schnee von den Dächern zu schaufeln. Dabei helfen auch Soldaten von Bundeswehr bzw. österreichischem Bundesheer.

Angesichts der erwarteten neuen Schneemassen in Oberbayern kündigte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder an, zur Unterstützung 500 weitere Bereitschaftspolizisten in die betroffenen Regionen zu schicken. Insgesamt seien es dann 5000 Einsatzkräfte.

Menschen graben ihr zugeschneites Auto in Obertauern aus. | Bildquelle: dpa
galerie

Menschen graben ihr zugeschneites Auto in Obertauern aus.

Fernpass bis Dienstag geschlossen

Zu Probleme führt der Schnee auch weiterhin auf Straßen und Schienen. In Bayern und Österreich bleiben viele Straßen gesperrt - entweder weil Bäume auf die Fahrbahn gestürzt sind, oder weil sie in einer Zone mit Lawinengefahr liegen. Betroffen davon ist auch die Fernpassstraße, eine der wichtigsten Verbindungen zwischen Bayern und dem westlichen Tirol. Sie bleibt bis Dienstagabend gesperrt. Die Ausweichrouten bedeuten einen erheblichen Umweg.

Auch bei der Bahn sind weiterhin mehrere Strecken gesperrt - etwa zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden, Mittenwald und Innsbruck oder Immenstadt und Oberstdorf.

Reportage aus dem abgeschnittenen Skiort Hochkar/Österreich
tagesthemen 23:30 Uhr, 12.01.2019, Anna Tillack, BR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

"Bettenwechsel": Keine Probleme erwartet

Das relativ gute Wetter am Samstag kam passend zum "Bettenwechsel" in den Skigebieten. In der Hauptsaison wird dort in der Regel von Samstag auf Samstag gebucht. Allein im österreichischen Bundesland Salzburg rechnet man mit jeweils 100.000 Urlaubern, die an- oder abreisen. Man erwarte trotz des vielen Schnees aber keine größeren Probleme, teilte die Tourismusgesellschaft Salzburg Land mit.

Inzwischen seien auch die meisten Skigebiete wieder mit allen Liftanlagen in Betrieb. In den vergangenen Tagen war das Unwetter gerade für hoch gelegene Skigebiete zum Problem geworden. Wegen der Schneemassen, der Lawinengefahr oder des Windes mussten viele Lifte den Betrieb einstellen. Manche Skigebiete waren wegen Straßensperren auch schlicht nicht zu erreichen.

Freuen dürfen sich derzeit die Betreiber kleiner Dorflifte oder niedrig gelegener Skigebiete - nicht nur in den Alpen, sondern auch in den Mittelgebirgen. In manchen der vergangenen Winter, die eher schneearm waren, konnten sie oft keinen einzigen Tag öffnen. Der Betreiber eines kleinen Skilifts in Tirol brachte es in einem Interview mit dem ORF so auf den Punkt: "Es ist gut, dass es jetzt wieder einen Winter gibt, wie man es von früher kennt."

Ilanit Spinner, BR zzt. Berchtesgaden, berichtet über die Vorbereitungen auf weitere Schneefälle
tagesthemen 23:30 Uhr, 12.01.2019

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Skilift im Harz | Bildquelle: dpa
galerie

Kleine Dorflifte oder Skigebiete in den Mittelgebirgen - wie hier im Harz - profitieren von der aktuellen Wetterlage.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 12. Januar 2019 um 10:00 Uhr.

Darstellung: