Sag's mir ins Gesicht Chefredakteur Dr. Gniffke

Aktion "Sag's mir ins Gesicht" Reden wir über die AfD

Stand: 14.11.2017 13:15 Uhr

Für meinen Kommentar zur AfD bin ich im Netz erneut extrem beschimpft worden. Darüber will ich mit den Nutzern sprechen. Wie gelingt es, zu einer sachlichen Debatte zurückzukehren? Machen Sie mit bei "Sag's mir ins Gesicht". Heute um 18.30 Uhr.

Von Kai Gniffke, Chefredakteur ARD-aktuell

"Depp", "Drecksbande", "Dummschwätzer" - nach meinem Kommentar zum Umgang der tagesschau mit der AfD haben einige User auf Facebook mal wieder ganz schön hingelangt. Mir war klar, dass mein Text für eine muntere Diskussion sorgen würde, das sollte er auch.

In meinem Kommentar habe ich begründet, warum wir die AfD schon seit längerem nicht mehr als "rechtspopulistisch" bezeichnen und warum wir sie behandeln wie jede andere demokratisch gewählte Partei auch. Damit Sie mich nicht falsch verstehen: Auch ich halte sie für rechtspopulistisch, weil sie antipluralistische und autoritäre Haltungen vertritt. Aber müssen wir jedes Mal das Etikett "rechtspopulistisch" an den Parteinamen hängen?

Hart in der Sache, zivilisiert im Ton - geht das?

Das hat jede Menge Kritik ausgelöst - und ich wollte diese Auseinandersetzung! Aber warum fällt es so schwer, sie hart in der Sache, aber halbwegs zivilisiert im Ton zu führen? Darauf möchte ich Antworten. Deshalb starten wir in dieser Woche zum zweiten Mal den Aufruf "Sag's mir ins Gesicht".

31 Millionen Menschen nutzen in Deutschland Facebook, fast 90 Prozent der 16- bis 24-Jährigen sind bei einem Netzwerk. Das Problem einer verrohten Diskussionskultur auf sozialen Plattformen betrifft also viele.

Kai Gniffke, Chefredakteur ARD-aktuell, zum Umgang mit der AfD

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Was bringt Sie auf die Palme?

Per Skype möchte ich mit den Nutzern ins Gespräch kommen, auch und gerade mit denjenigen, die hart mit der tagesschau ins Gericht gehen. Und auch mit denen, die mich beleidigt haben. Werden Sie mir auch ins Gesicht sagen, dass ich eine "bückende Maulhure" bin, dass sie mein "heuchlerisches Geschwafel" nicht mehr hören wollen und ich "einfach mal die Fresse halten" soll? Oder sorgt der Blickkontakt dafür, dass der Dialog respektvoller wird? Als wir im Sommer erstmals zu "Sag's mir ins Gesicht" aufforderten, ließen die Erfahrungen jedenfalls diesen Schluss zu.

Vor allem aber möchte ich zuhören, was Sie bewegt und was Sie so auf die Palme bringt. Ich möchte wissen, ob wir nur eine unterschiedliche Wahrnehmung unserer Nachrichtenangebote haben oder ob wir grundsätzlich anderer Auffassung sind, was die Aufgabe von Nachrichten sein sollte. Und vielleicht möchten die User auch von mir wissen, wie wir unseren Job sehen und wie wir ticken.

Gesprächsfaden darf nicht abreißen

Denn ich glaube, dass unser Publikum einen Anspruch darauf hat, dass wir unsere Arbeit erklären. Das heißt nicht, dass wir uns für unsere Arbeit entschuldigen, aber Rede und Antwort stehen - das sollten wir. Am Ende geht es darum, den Dialog aufrecht zu erhalten. Von mir aus auch mal Dampf abzulassen, aber diese Auseinandersetzung so zu führen, dass man sich als Mensch respektiert. Der Gesprächsfaden in der Gesellschaft darf nicht getrennt werden.

"Sag's mir ins Gesicht" - am Mittwoch, 15.11. um 18.30 Uhr

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 15. November 2017 ab 18:30 Uhr.

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