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Röttgen zu seiner Kandidatur Gegen "Hinterzimmerlösung ohne Wettbewerb"

Stand: 18.02.2020 23:33 Uhr

Sein Ziel sei die Erneuerung der CDU, sagt der Überraschungskandidat für den Parteivorsitz in den tagesthemen. Das bisherige Verfahren kritisiert Röttgen als "Hinterzimmerlösung ohne Wettbewerb".

Norbert Röttgen hat seinen Entschluss, für den Posten des CDU-Vorsitzenden zu kandidieren, mit dem Ziel einer Erneuerung der Partei begründet. Er wolle "die personelle Erneuerung der CDU mit der notwendigen inhaltlichen Erneuerung der CDU verbinden", sagte er in den ARD-tagesthemen. Der Politiker bedauerte, dass dies in den vergangenen Wochen kein Thema in der Partei gewesen sei. "Das ist der Grund, warum ich antrete."

Röttgen kritisierte das bisherige Verfahren der Suche nach einem Parteivorsitzenden als "Hinterzimmerlösung ohne Wettbewerb". Mit der offenen Erklärung seiner Kandidatur strebe er eine Debatte an, bei der jeder Bewerber seine Meinungen und Überzeugungen vertritt.

Röttgen, der in der Vergangenheit die Parteiführung und Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert hatte, bezeichnete die aktuelle Ausgangssituation der CDU - die personelle Trennung von Parteiführung und Kanzleramt - als nicht ideal. Dennoch würde er im Falle einer Wahl zum CDU-Vorsitzenden verantwortungsbewusst mit Merkel zusammenarbeiten, sagte er. Als Realpolitiker sei er entschlossen, unter den gegebenen Bedingungen zu arbeiten.