RKI-Gebäude in Berlin | REUTERS

Zahlen des RKI Rheinland-Pfalz und Bayern melden nach

Stand: 18.01.2021 19:23 Uhr

Das RKI meldete am Morgen zunächst 7141 Neuinfektionen - den niedrigsten Wert seit Ende Oktober. Inzwischen haben Rheinland-Pfalz und Bayern Daten nachgeliefert. Damit stieg die Zahl der neuen Fälle bundesweit auf knapp 8800.

Zunächst hatten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 7141 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Einige Bundesländer meldeten allerdings auffällig niedrige Werte. So meldete zum Beispiel Rheinland-Pfalz nur zwei neue Fälle. Auch Bayern dokumentierte nur rund 270 Fälle, nachdem es vor einer Woche am Montag mehr als 2000 waren. Schleswig-Holstein meldete ebenfalls auffällig niedrige Zahlen.

Mit den im Laufe des Tages nachgereichten Daten aus Rheinland-Pfalz und Bayern steigt die Zahl der Neuinfektionen für Montag auf knapp 8800. Auch dieser Wert liegt aber noch unter dem von Ende Oktober 2020.

Außerdem wurden 214 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Morgen bekannt gab. Seit dem 14. Dezember war der Wert nicht mehr so niedrig.

Fallzahlen stabilisieren sich

Am Vormittag bestätigte eine Sprecherin des RKI bereits, dass dies auf Fehler in der Meldekette hindeute. Abgesehen von diesen Problemen sind die Zahlen an Montagen generell meist kleiner, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Vor genau einer Woche hatte das RKI 12.497 Neuinfektionen und 343 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

"Nach einem starken Anstieg der Fallzahlen Anfang Dezember, einem Rückgang während der Feiertage und einem erneuten Anstieg in der ersten Januarwoche scheinen sich die Fallzahlen wieder zu stabilisieren", schrieb das RKI in seinem Lagebericht am Sonntagabend. Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag erreicht worden.

R-Wert bei 0,93

Auf Grundlage der am Morgen gemeldeten Daten liegt die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) laut RKI bei 134,4. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind weiter enorm: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 274,2 und Sachsen mit 244,9. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 86,6.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 0,93 (Vortag: 0,95). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 93 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 18. Januar 2021 um 08:55 Uhr.