Corona Schnelltest | dpa

Corona-Zahlen des RKI Inzidenz steigt wieder auf über 50

Stand: 21.08.2021 11:12 Uhr

Die Infektionszahlen steigen weiter - erstmals seit Mai liegt die Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI wieder bei über 50. Arbeitsminister Heil will erreichen, dass sich Beschäftige auch während der Arbeitszeit impfen lassen können.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 8092 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg demnach auf 51,6 - und damit erstmals seit Mai wieder auf über 50.

Am Vortag hatte die Zahl noch bei 48,8 gelegen, vor einer Woche bei 32,7. Einen Wert von über 50 hatte die Inzidenz zuletzt am 25. Mai (58,4) erreicht, der tiefste Wert des Sommers war Anfang Juli (4,9 am 3. und 6. Juli) gemeldet worden. Während das RKI nun 17 neue Todesfälle meldete, waren es am 26. Mai an einem Tag aber noch 270 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung gewesen.

Betroffen vor allem jüngere Menschen

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Ende Mai war sie erstmals seit Oktober wieder unter den Wert von 50 gefallen. Seit Wochen steigen die Zahlen aber wieder stetig an. Nach Einschätzung des RKI hat in Deutschland die vierte Welle der Corona-Pandemie inzwischen Fahrt aufgenommen. Von Infektionen betroffen seien vor allem jüngere Menschen, hatte es im Wochenbericht des Instituts vom Donnerstag geheißen.

Die Inzidenz werde trotz der Impfungen auch im Herbst und Winter ein wichtiger Wert zur Einschätzung der anstehenden Belegung von Intensivbetten bleiben, hatten Experten kürzlich erläutert. Ab 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche sei wieder "eine erhebliche Belastung der Intensivstationen" mit mehr als 3000 Intensivpatienten zeitgleich zu erwarten, sofern die Impfquote nicht noch deutlich gesteigert werde, heißt es in der vergangene Woche vorgestellten Analyse.

Heil: Impfung auch während der Arbeitszeit

Zur Ankurbelung der lahmenden Impfkampagne schlug Bundesarbeitsminister Hubertus Heil vor, dass sich Beschäftigte gegebenenfalls auch während der Arbeitszeit impfen lassen könnten. "Wir müssen weiter dafür sorgen, dass der Arbeitsplatz nicht zum Ansteckungsort wird. Deshalb passen wir die Corona-Arbeitsschutzverordnung an", sagte der SPD-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". "Wir werden die Arbeitgeber anhalten, dass sie stärker an der Impfaufklärung mitwirken und Impfungen im Zweifelsfall auch während der Arbeitszeit ermöglichen."

Bislang haben Arbeitnehmer keinen allgemeinen Anspruch darauf, sich während der Arbeitszeit bei einem Arzt oder im Impfzentrum eine Spritze gegen das Coronavirus geben zu lassen. Nach der Mitteilung des RKI vom Freitag haben sich bisher 63,8 Prozent aller Bundesbürger mindestens einmal impfen lassen, 58,5 Prozent sind vollständig geimpft.

Über dieses Thema berichteten am 21. August 2021 tagesschau24 um 09:00 Uhr und die tagesschau um 09:50 Uhr.

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Moderation 21.08.2021 • 14:18 Uhr

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