Corona Test | dpa

RKI zu Neuinfektionen Rund 70 Städte und Kreise unter 35er-Inzidenz

Stand: 14.02.2021 11:06 Uhr

Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 hat die Politik Lockerungen in Aussicht gestellt. Laut RKI liegen aktuell mehr als 70 Städte und Kreise unter diesem Wert. Binnen 24 Stunden wurden dem RKI 6114 Neuinfektionen gemeldet.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6114 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 218 weitere Todesfälle verzeichnet. Am Sonntag vergangener Woche hatte das RKI binnen eines Tages 8616 Neuinfektionen und 231 neue Todesfälle verzeichnet. An Sonntagen sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 57,4. Vor vier Wochen, am 17. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 136 gelegen. Als einzige Bundesländer unterschritten Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz landesweit die Marke von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Schweinfurt Spitzenreiter

Die Marke von 50 zu unterschreiten, war über Monate politisches Ziel. Bei ihrem Gipfel am vergangenen Mittwoch hatten sich Bund und Länder dann aber wegen der ansteckenderen Mutationen auf einen Inzidenzwert von 35 als Orientierung für mögliche Lockerungen verständigt.

Diesen Wert unterschreiten mittlerweile Dutzende Städte und Landkreise. In mehr als 70 Regionen ist dies der Fall. Sie verteilen sich über mehrere Bundesländer, allerdings liegen nur sehr wenige von ihnen in Bundesländern im Osten. Dort bleiben die Infektionszahlen im Verhältnis hoch. Am niedrigsten ist der Wert mit 5,6 in der bayerischen Stadt Schweinfurt. Aber auch mehrere Großstädte, wie Potsdam, Rostock, Münster oder Bielefeld haben Inzidenzen unter 35.

R-Wert steigt leicht

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 0,90 (Vortag 0,87). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 90 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Über dieses Thema berichtete der NDR am 14. Februar 2021 um 12:08 Uhr.

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KOMMENTARE

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0_Panik 14.02.2021 • 14:00 Uhr

@13:48 von DrBeyer

"... Bitte beschweren Sie sich nicht über selbstverständliche Dinge ... " D. fährt ist 2020 die falsche Strategie gefahren. U.a. Corona-Impfen läuft derzeit kaum. Oder besser: Erst jetzt wird von den Verantwortlichen langsam in die richtige Richtung umgeschwenkt (Grenzkontrollen, Schnell-Tests, negative Corona-Tests bei der Einreise, usw.). Was fehlt sind die Quarantäne-Hotels, und das die Arbeitgeber/Unternehmen in die Pflicht genommen werden ihre Belegschaft + externes Personal regelmässig (mind. alle ca. 48Std. - max. alle ca. 72Std.) zu testen. Die positiv getesteten Menschen bleiben zu Hause und gelangen nicht an den Arbeitsplatz/Wirkungsbereich.