Ein Schild weist auf eine Corona-Teststelle in einem Krankenhaus hin. | dpa

RKI-Zahlen Zwölfter Inzidenz-Höchstwert in Folge

Stand: 19.11.2021 06:42 Uhr

Die vierte Welle wird höher und höher: Mit 340,7 hat das RKI einen weiteren Inzidenz-Höchstwert gemeldet. Es gab fast 53.000 Neuinfektionen. Die Hospitalisierungsinzidenz liegt in vier Ländern unter dem Grenzwert von 3,0.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist weiter angestiegen. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, erhöhte sich der Wert auf 340,7 und erreichte damit den zwölften Tag in Folge einen neuen Höchststand. Am Donnerstag hatte die Inzidenz bei 336,9 gelegen und vor einer Woche bei 263,7.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen an. Am Montag der vergangenen Woche hatte der Wert erstmals die Schwelle von 200 überschritten, die bis dahin die Höchstmarke seit Beginn der Pandemie gewesen war. Seitdem wurden täglich neue Höchstwerte registriert.

Fast 53.000 neue Fälle

Bundesweit wurden binnen 24 Stunden zudem 52.970 Neuinfektionen registriert. Für Sachsen wies das RKI allerdings keine aktuellen Fälle aus. Die tatsächliche Fallzahl könnte somit höher liegen.Vor genau einer Woche meldete das RKI bundesweit 48.640 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden weitere 201 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 191 Todesfälle.

Die Gesamtzahl der registrierten Infektionsfälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg auf 5.248.291, die Gesamtzahl der verzeichneten Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion auf 98.739. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Vier Länder bei Hospitalisierungsinzidenz unter 3

Als neuen wichtigen Maßstab für die Corona-Maßnahmen legten Bund und Länder am Donnerstag die Hospitalisierungsinzidenz fest. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus kommen. Am Donnerstag lag sie laut RKI bundesweit bei 5,3. Bei dem Indikator muss allerdings berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden.

Liegt die Rate über 3, soll in dem Bundesland für Freizeiteinrichtungen, Kultur- und Sportveranstaltungen, Gastronomie und bestimmte Dienstleistungen künftig flächendeckend 2G gelten. Zutritt haben dann nur Geimpfte und Genesene. Beim Überschreiten eines Werts von 6 sollen die Länder darüber hinausgehend in bestimmten Einrichtungen auch für Geimpfte und Genesene zusätzlich Testnachweise oder andere Maßnahmen vorschreiben (2G-Plus).

Derzeit haben nach RKI-Angaben lediglich vier Bundesländer eine Hospitalisierungsinzidenz unter dem Wert 3: Hamburg (1,62), Niedersachsen (2,32), das Saarland (2,64) und Schleswig-Holstein (2,75). Das Bundesland Bremen meldete eine Hospitalisierungsinzidenz von 3,0. Die höchsten Raten weisen Thüringen (18,54), Sachsen-Anhalt (11,97) und Bayern (8,65) auf.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 19. November 2021 um 04:10 Uhr.

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Moderation 19.11.2021 • 09:59 Uhr

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