In einem Testzentrum nimmt eine Mitarbeiterin den Abstrich für einen Corona-Schnelltest | dpa

Corona-Bericht des RKI Omikron dominiert jetzt deutlich

Stand: 13.01.2022 20:50 Uhr

Der Anteil der Omikron-Variante in Deutschland liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts inzwischen bei 73,3 Prozent. In Bremen ist die Variante mit 96 Prozent fast ausschließliche Ursache für Infektionen.

Omikron ist mit einem Anteil von 73,3 Prozent nun auch in Deutschland die vorherrschende Variante des Coronavirus. In der vergangenen Woche lag der Omikron-Anteil noch bei 44,3 Prozent. Mit der Verbreitung der ansteckenderen Variante habe hierzulande die fünfte Welle der Pandemie begonnen, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen Wochenbericht.

Das Institut schätzt die Gefährdung der Bevölkerung durch das Coronavirus als sehr hoch ein. Es sei dringend geboten, die Testung gemäß der Nationalen Teststrategie zu priorisieren, um die "zeitnahe diagnostische Versorgung" von Corona-Patienten zu sichern, so das RKI.

Unterschiede zwischen den Bundesländern

Bis zum 10. Januar wurden laut RKI in Deutschland 9848 Omikron-Fälle bestätigt. 91.311 weitere gelten als Verdachtsfälle. Die Verbreitung der Variante schwankt stark in den einzelnen Bundesländern: von elf Prozent in Mecklenburg-Vorpommern bis 96 Prozent in Bremen.

Grund für die Unterschiede sei aber auch, dass in den Ländern unterschiedlich stark variantenspezifisch getestet werde und in manchen Regionen die Ergebnisse aus den Laboren langsamer erfasst und übermittelt werden, so das RKI. Außerdem verbreite sich Omikron ausgehend von Ballungszentren.

Neuer Höchststand bei den Neuinfektionen

Die Zahl der binnen eines Tages ans RKI übermittelten Corona-Neuinfektionen hat unterdessen erneut einen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten nach RKI-Angaben vom Morgen 81.417 Fälle in 24 Stunden. Am Vortag hatte die Zahl erstmals die Schwelle von 80.000 überschritten.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 427,7 an. Am Vortag hatte der Wert bei 407,5 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 285,9 (Vormonat: 389,2). Am 29. November hatte das RKI den bisherigen Höchstwert von 452,4 vermeldet, der später durch Nachmeldungen auf 485,1 stieg.

RKI empfiehlt, sich impfen zu lassen

Bis zum 11. Januar waren 75 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal und 72 Prozent vollständig geimpft, außerdem haben bereits 44 Prozent der Bevölkerung eine Auffrischimpfung, schreibt das RKI. Das Institut empfiehlt bisher Ungeimpften, sich impfen zu lassen.

"Alle Impfstoffe, die zurzeit in Deutschland zur Verfügung stehen, schützen nach derzeitigem Erkenntnisstand bei vollständiger Impfung und insbesondere nach Auffrischimpfung die allermeisten geimpften Personen wirksam vor einer schweren Erkrankung", heißt es im Wochenbericht. Die Wirksamkeit gegen die Omikron-Variante sei aber noch nicht endgültig zu beurteilen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 13. Januar 2022 um 21:35 Uhr.