Eine Familie sitzt auf einer Treppe auf dem Burgplatz in einem aufgemalten Kreis, der  die Einhaltung des Mindestabstandes während der Corona-Pandemie gewährleisten soll. | Bildquelle: dpa

RKI-Studie Wo sich die meisten Deutschen anstecken

Stand: 22.08.2020 13:00 Uhr

Wo genau infizieren sich die Menschen mit dem Coronavirus? Eine RKI-Studie zeigt: In Deutschland stecken sich die meisten im privaten Umfeld an. Kaum eine Rolle spielen demnach Schulen und Büros.

Familie, Feiern, Arbeitsplatz: Wo haben sich in Deutschland Menschen mit dem Coronavirus angesteckt? Diese Frage hat das Robert Koch-Institut in einer Studie untersucht. Grundlage waren Daten von mehr als 55.000 Infizierten (27 Prozent aller gemeldeten Fälle) in Deutschland, bei denen die Art der Ansteckung ermittelt wurde.

Corona-Neuinfektionen in Deutschland steigen weiter
tagesschau 20:00 Uhr, 22.08.2020, Esther Neumeier, RBB

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Das Ergebnis: Privathaushalte und Altenheime sind für die meisten Corona-Übertragungen verantwortlich. Bei einem Ausbruch zu Hause gab es im Schnitt jeweils 3,2 Infizierte, in Alten- und Pflegeheimen steckten sich bei einem Ausbruch durchschnittlich fast 19 Personen an. Besonders hoch ist die Ansteckungsgefahr laut der RKI-Studie bei einem Ausbruch in einem Flüchtlingsheim - im Schnitt wurden 21 Fälle erfasst.

Schulen kaum für Infektionen verantwortlich

Schulen spielen demnach keine Rolle bei den Infektionen. Das RKI ordnet ihnen nur 31 Ausbrüche und 150 Infektionen zu. Allerdings waren viele Schulen während der Pandemie für lange Zeit nur eingeschränkt geöffnet. Da das RKI zudem lediglich Daten bis 11. August untersuchte, sind erst wenige Schultage nach den Sommerferien berücksichtigt.

Auch Restaurants, Hotels oder Büros sind bislang Nebenschauplätze. Ausbrüche in der Bahn lassen sich laut RKI nur schwer ermitteln, da die Identität eines Kontaktes kaum nachvollziehbar sei.

Schüler in Kiel mit Maske | Bildquelle: dpa
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Laut der RKI-Studie sind Schulen kaum für Ausbrüche verantwortlich.

"Neben einzelnen spektakulären und bundesweit bekannt gewordenen großen Ausbrüchen sind es insbesondere Übertragungen im familiären und häuslichen Umfeld, die nicht unbedingt zu vielen Folgefällen führen und nur wenige Fälle pro Ausbruch aufweisen, aber offensichtlich sehr häufig vorkommen", heißt es in dem RKI-Papier. "Gemeinsames Wohnen auch im Alten- und Pflegeheim scheint häufig zu Übertragungen zu führen, deutlich weniger jedoch Situationen im Freien, wie fehlende Ausbrüche in Tierparks und Zoos beziehungsweise nur drei Fälle beim Picknick nahelegen."

30 verschiedene Kategorien erfasst

Die Gesundheitsämter befragen Infizierte zu möglichen Ansteckungsorten und halten die Angaben in einer Software fest. Dort gibt es laut RKI 30 unterschiedliche Infektionsumfelder zur Auswahl - beispielsweise "privater Haushalt" oder "Kaserne". Nicht einzeln erfasst werden die Ausbrüche in fleischverarbeitenden Betrieben oder Gottesdiensten. Diese werden unter gröberen Kategorien wie "Arbeitsplatz" oder "Freizeit" gefasst.

Laut RKI können Fälle grundsätzlich mehr als einem Ausbruch zugeordnet werden. Für die Studie wurde nur die unterste Ebene der Ausbruchssettings betrachtet.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. August 2020 um 12:53 Uhr.

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