Schülerinnen und Schüler mit Masken in einem Klassenraum

Corona-Pandemie RKI für Maskenpflicht an Schulen bis 2022

Stand: 25.06.2021 08:13 Uhr

RKI-Chef Wieler hat sich dafür ausgesprochen, die Schutzmaßnahmen an Schulen bis zum Frühjahr beizubehalten, da auch Kinder schwer an Covid-19 erkranken können. Unterdessen sinkt die Inzidenz in Deutschland auf 6,2.

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hat sich für die Beibehaltung von Schutzmaßnahmen an Schulen bis zum Frühjahr 2022 ausgesprochen. "Wir empfehlen, dass in Schulen weiter getestet und Mund-Nasen-Schutz getragen wird. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, das sollte bis zum nächsten Frühjahr so sein", sagte Wieler der Düsseldorfer "Rheinischen Post". 

Für diese Empfehlung nannte er zwei zentrale Gründe: "Zum einen wollen wir ja das Infektionsgeschehen niedrig halten, weil auch Kinder schwer erkranken können. Und zum anderen haben wir natürlich das Ziel, dass die Schulen offen bleiben."

Zugleich rechnet der RKI-Präsident nach eigener Aussage mit einem steigenden Infektionsgeschehen an Schulen. "Es werden vermehrt Fälle bei Kindern auftreten, schon jetzt sehen wir größere Ausbrüche der Delta-Variante in Schulen", sagte Wieler. 

Kinderimpfungen "sehr emotional"

Mit Blick auf die Impfungen bei Kindern und Jugendlichen sagte er, die Ständige Impfkommission (STIKO) habe die Impfungen grundsätzlich für alle Kinder freigestellt, aber explizit empfohlen worden sei sie nur für Kinder mit Vorerkrankung. "Das erhöht natürlich die Impfbereitschaft nicht." Die Impfungen bei Kindern seien "sehr emotional", doch gerade hier müssten Sicherheitsaspekte "gesondert" betrachtet werden.

Inzidenz sinkt weiter

Unterdessen ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz weiter gesunken, das RKI gab den Wert mit 6,2 an. Am Donnerstag hatte er 6,6 betragen. Am Freitag vergangener Woche hatte der Wert bei 10,3 gelegen. Laut RKI wurden am Freitag zudem 774 Corona-Neuinfektionen registriert.

Am Donnerstag waren es 1008 Fälle und am Freitag vergangener Woche 1076 Neuinfektionen gewesen. Am Freitag kamen zudem 62 Corona-Todesfälle hinzu. Die Zahl der insgesamt registrierten Todesfälle beträgt damit 90.678.

Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt nun bei 3.725.580. Rund 3.616.800 Menschen in Deutschland sind laut RKI von einer Covid-19-Erkrankung genesen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. Juni 2021 um 09:00 Uhr.

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KOMMENTARE

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RenamedUser 25.06.2021 • 16:27 Uhr

@logig, baumgart u.a.

Man kann es Zynismus nennen oder Verharmlosung, wenn man herausstellt, dass "nur" 24 Minderjährige an/mit Corona gestorben sind, denn ja, jeder Tote ist eigentlich einer zu viel. Aber: In den 12 Monaten des Jahres 2020 sind mit 112 Minderjährigen fast 5x so viele Menschen im Straßenverkehr gestorben als in den nun 16 Monaten Pandemie. Was ist dann der Rückschluß? Verbot der Teilnahme am Straßenverkehr für Minderjährige? Fahrradfahrverbot für Kinder? Verbot der Mitnahme von Minderjährigen in Kraftfahrzeugen? Wenn es darum geht, jedes einzelne Leben zu retten, egal wie, unter welchem Aufwand oder unter welcher Verhältnismäßigkeit, dann haben wir weit größere Probleme, was die Anzahl der Opfer angeht, als Corona in der Altersgruppe 0-18 Jahre... Und darum geht es den entsprechenden Kommentatoren hier: einmal die Panikscheuklappen ablegen und Dinge auch mal wieder in's Verhältnis setzen. Jeden Tag sterben ca. 900 Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und wir verbieten wg Covid Sport...