Touristen schieben Koffer auf den Ramblas von Barcelona. | Bildquelle: dpa

Robert Koch-Institut Spanische Regionen auf Risikoliste

Stand: 31.07.2020 12:13 Uhr

Das RKI hat die Liste der Risikogebiete erweitert - um die spanischen Regionen Katalonien, Aragon und Navarra. Reiserückkehrer von dort müssen dann wohl in Deutschland einen Corona-Test machen.

Die spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra gelten aufgrund ihrer Corona-Infektionszahlen nun in Deutschland als Risikogebiete. Das geht aus einer Aktualisierung der Liste des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. In den drei Gebieten in Spanien wurde laut Bundesgesundheitsministerium die Schwelle von mehr als 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten.

In der EU steht bisher schon Luxemburg auf der Liste, die auch für deutsche Touristen wichtig ist. Reiserückkehrer aus offiziell eingestuften Risikogebieten müssen sich direkt für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben und sich beim zuständigen Gesundheitsamt melden, wie das Ministerium erläuterte. Möglich ist auch, ein negatives Corona-Testergebnis vorzulegen, das höchstens 48 Stunden alt ist.

In der kommenden Woche soll eine Corona-Testpflicht kommen - über freiwillige Tests hinaus, die für alle Einreisenden aus dem Ausland kostenfrei möglich sein sollen.

Noch keine offizielle Reisewarnung

Wegen des starken Anstiegs der Infektionen rät das Auswärtige Amt (AA) bereits seit Dienstag von touristischen Reisen in die drei spanischen Regionen ab. Das erfolgte unabhängig von der RKI-Bewertung. Von einer formellen Reisewarnung für die drei Gebiete hat das Ministerium bisher jedoch abgesehen.

Das kann sich aber ändern. Auf der Internetseite des AA heißt es dazu: "Überschreitet ein Land die Neuinfiziertenzahl im Verhältnis zur Bevölkerung von 50 Fällen pro 100." Das trifft laut RKI jetzt für die drei spanischen Regionen zu. Eine Reisewarnung würde Urlaubern die kostenlose Stornierung von Buchungen ermöglichen.

Robert Koch-Institut setzt spanische Regionen auf Risikoliste
Nelly Theobald, ARD Berlin
31.07.2020 11:46 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 31. Juli 2020 um 11:00 Uhr.

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