Menschen in einer Fußgängerzone in Köln mit Masken | Bildquelle: dpa

Corona-Pandemie 22.609 Neuinfektionen in Deutschland

Stand: 19.11.2020 07:21 Uhr

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt an: Etwa 5000 Fälle mehr als gestern melden die Gesundheitsämter. Das Robert Koch-Institut spricht von einem "diffusen Geschehen" und appelliert dringend, sich an die Schutzmaßnahmen zu halten.

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.609 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind gut 5000 Fälle mehr als am Mittwoch (17.561), wie aus Angaben des RKI vom Morgen hervorgeht. Im Vergleich zum Wert von vor einer Woche wurden etwa 750 Fälle mehr gemeldet. Am vergangenen Donnerstag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 21.866 gelegen.

Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 855.916 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 19. 11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 251 auf insgesamt 13.370.

RKI spricht von "diffusem Geschehen"

Das RKI schätzt, dass rund 562.700 Menschen inzwischen genesen sind. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,95 (Vortag: 0,97). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 95 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Gestern appellierte das RKI in seinem täglichen Lagebericht dringend an die Bevölkerung, die Hygiene- und Schutzmaßnahmen einzuhalten. Weiterhin sei eine hohe Anzahl an Übertragungen zu beobachten. Auch der Anteil älterer Menschen unter den Infizierten nehme weiter zu. Deutschlandweit lag die Inzidenz der letzten sieben Tage bei 139 Fällen pro 100.000 Einwohner. Bei Personen, die älter als 60 Jahre sind, bei 103 Fällen.

Das RKI machte ein "zumeist diffuses Geschehen" für die hohen Fallzahlen verantwortlich. Zahlreiche Häufungen gebe es in Haushalten, jedoch zunehmend auch in Gemeinschaftseinrichtungen und Alten- und Pflegeheimen sowie im beruflichen Umfeld. Auch ausgehend von religiösen Veranstalten gibt es demnach eine Häufung. Für einen großen Anteil könne das Infektionsumfeld aber nicht ermittelt werden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 19. November 2020 um 09:00 Uhr.

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