Ein Mitarbeiter im Gesundheitsamt bei der Nachverfolgung von Kontakten von Corona infizierten Personen. | picture alliance/dpa/dpa-Zentral

Corona-Pandemie RKI will Meldesoftware verbessern

Stand: 27.01.2022 14:43 Uhr

Zu langsam, häufige Abstürze: Mitarbeiter in Gesundheitsämtern hatten sich immer wieder über die vom RKI bereitgestellte Software zur Meldung von Corona-Fällen beschwert. Das RKI hält nun auch eine Verbesserung für notwendig.

Bei der von Gesundheitsämtern genutzten Software zur Meldung von Corona-Fällen sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) Verbesserungen erforderlich. Dabei geht es "neben der Behebung von aktuellen Problemen in der Software auch um Verbesserungen der Benutzerführung, damit Vorgänge einfacher und schneller bearbeitet werden können", das teilte eine RKI-Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit.

Darüber hinaus gehe es "um technische Ertüchtigungen, damit die großen Datenmengen insgesamt bewältigt werden können". Das RKI sei in engem Austausch mit den Gesundheitsämtern und unterstützte entsprechend.

Zu langsam, häufige Abstürze

In den vergangenen Wochen hatten sich Mitarbeiter in etlichen Gesundheitsämtern darüber beschwert, dass die vom RKI bereitgestellte Software "SurvNet" zum Teil so langsam auf Eingaben reagiere, dass die Software oft unbrauchbar sei. Außerdem stürze die Software häufig ab.

"SurvNet"-System wird von vielen Gesundheitsämtern verwendet

Von vielen der rund 400 Gesundheitsämter wird das "SurvNet"-System verwendet, um ihre Daten an 16 Landesgesundheitsämter zu übermitteln. Dort werden die Daten noch einmal aufbereitet, bevor sie dann an das RKI gehen. Die RKI-Sprecherin betonte, das Institut habe den Überblick über die übermittelten Fälle, könne jedoch "keinen systematischen Überblick darüber geben, wie viele Meldungen in den Gesundheitsämtern nicht zeitnah verarbeitet werden können".

Es sei dem RKI bekannt, dass es aufgrund der sehr hohen Anzahl der Meldungen in den Ämtern zu einem Rückstau komme. Dies sei auch in den Ämtern ohne eventuelle Softwareprobleme der Fall.

Über dieses Thema berichtete hr4 am 26. Januar 2022 um 12:30 Uhr.