Menschen laufen durch die Einkaufsstraße von Eckernförde in Schleswig-Holstein | AFP

RKI-Bericht Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 83,1

Stand: 16.05.2021 09:11 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gesunken und liegt den dritten Tag in Folge unter dem wichtigen Wert von 100. Zudem meldete das Robert Koch-Institut 8500 Neuinfektionen und damit deutlich weniger als in der Vorwoche.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist weiter zurückgegangen. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) lag die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner bei 83,1 (Vortag: 87,3). Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 118,6 gelegen. Am Freitag war die Inzidenz deutschlandweit erstmals seit dem 20. März wieder unter diese Schwelle gefallen.

Thüringen bleibt mit einer Inzidenz von 127,5 vor Sachsen (111,5) das Bundesland mit dem höchsten Wert. In Baden-Württemberg beträgt die Inzidenz 102,3. Alle anderen der insgesamt 16 Bundesländer haben inzwischen den Wert von 100 unterschritten. In Schleswig-Holstein ist die Inzidenz mit 36,5 weiterhin am niedrigsten. Der Inzidenzwert von 100 bildet die Grenze für die bundesweite sogenannte Notbremse und den damit verbundenen Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen.

Feiertag erschwert Interpretation der Zahlen

Zudem meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI 8500 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Das sind 4156 weniger als vor einer Woche. Seit Beginn der Pandemie hat das RKI bundesweit somit insgesamt 3.593.434 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 registriert. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.286.400 an.

Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Zudem sei wegen des Feiertags am 13. Mai bei Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass an Feier- und Brückentagen weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden, hieß es im Lagebericht des RKI. "Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden."

Zahl der Corona-Todesfälle auf 86.096 gestiegen

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden zudem 71 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 127 Tote gewesen. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg damit auf 86.096

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 0,84 (Vortag: 0,87). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 84 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 16. Mai 2021 um 09:00 Uhr.