Mehrere Corona-Schnelltests liegen auf einem Tisch. | dpa

RKI zu Corona-Lage Fast überall Rückgang der Inzidenz

Stand: 01.09.2022 20:59 Uhr

Die Zahlen sinken allerorten: In allen Altersgruppen und Regionen geht die Corona-Inzidenz laut RKI zurück. Allerdings gilt das auch fürs Impfen: Rund 18 Millionen Erwachsene haben keinen ausreichenden Impfschutz.

Die Corona-Inzidenzen in Deutschland sind laut Robert Koch-Institut (RKI) vergangene Woche in fast allen Bundesländern und Altersgruppen zurückgegangen. "Lediglich bei den Schulkindern war in den letzten beiden Wochen ein leichter Anstieg zu beobachten", heißt es im Covid-19-Bericht des RKI, der sich vor allem auf die vorige Woche bezieht.

Im Wochenvergleich betrage der bundesweite Inzidenzrückgang knapp 14 Prozent.

Fast nur noch BA.5

Neben der Inzidenz, die das Infektionsgeschehen nur noch sehr unvollständig abbildet, blickt das RKI auf eine Reihe anderer Indikatoren. Übereinstimmend zeigten Daten, "dass auch bei schwer verlaufenden Erkrankungen der Höhepunkt der aktuellen Welle überschritten ist", hieß es.

Am stärksten von schweren Krankheitsverläufen betroffen sind laut RKI weiter Menschen über 80: Der Rückgang der schweren Erkrankungen verlaufe bei ihnen aktuell langsamer als dies bei den Gesamtzahlen beobachtet werde.

Eine im Bericht genannte Stichprobe lässt darauf schließen, dass in Deutschland mittlerweile fast alle Ansteckungen von der Omikron-Sublinie BA.5 hervorgerufen werden. Ihr Anteil betrug knapp 97 Prozent.

Immer weniger Impfungen

Im August wurde mit knapp 700.000 Impfungen in rund 24.000 Impfstellen "der bisherige Tiefststand des Covid-19-Impfgeschehens" in diesem Jahr erreicht. Das geht aus einem monatlich erscheinenden Impfbericht des RKI hervor.

Zum Vergleich aus dem Sommer 2021: Damals waren im Juni laut Bericht 25 Millionen durchgeführte Impfungen in rund 53.100 Impfstellen verzeichnet worden. "Die Mehrzahl der gegenwärtig verabreichten Impfungen sind zweite Auffrischimpfungen, Erstimpfungen werden dagegen am wenigsten verabreicht", heißt es.

18 Millionen Erwachsene ohne ausreichenden Impfschutz

Im Bericht wird von mehr als neun Millionen Erwachsenen in Deutschland ausgegangen, die sich bislang nicht gegen Covid-19 impfen ließen. In einer ähnlichen Größenordnung bewegt sich demnach die Zahl der Erwachsenen, die ihren Impfschutz mit mindestens einer Impfung auffrischen müssten.