Corona-Test in Dresden | dpa

RKI-Zahlen Inzidenz sinkt deutlich auf 331,8

Stand: 17.12.2021 08:10 Uhr

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist erneut zurückgegangen - ebenso wie die Sieben-Tage-Inzidenz: Das RKI gab den Wert am Morgen mit 331,8 an. Die sinkende Tendenz zeigt sich in fast allen Bundesländern - nur ganz im Norden nicht.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 331,8 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 340,1 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 413,7 (Vormonat: 319,5).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 50.968 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.55 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 61.288 Ansteckungen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 437 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 484 Todesfälle.

Leichter Anstieg in vier Bundesländern

Im Vergleich zur Vorwoche ist die Sieben-Tage-Inzidenz in den meisten Bundesländern gesunken. Einen leichten Anstieg gab es nur in den vier norddeutschen Bundesländern Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Allerdings sind die Werte im Norden immer noch vergleichsweise gering. Mit aktuell 165,2 (Vorwoche 156,9) hat Schleswig-Holstein laut RKI-Zahlen weiterhin die niedrigste Inzidenz aller Bundesländer.

Die höchsten Werte - allerdings mit stark sinkender Tendenz - weisen weiterhin Thüringen mit 870,7 (Vorwoche 1036,2) und Sachsen mit 783,2 (Vorwoche 1081,9) auf. Sachsen war eines der Länder, die in der aktuellen Welle als erstes besonders strenge Schutzmaßnahmen erlassen hatte.

RKI: Zahlen sinken nicht genug

Fachleute sind trotz der sinkenden Zahlen beunruhigt. Das RKI hatte gestern in seinem Wochenbericht darauf hingewiesen, dass die Zahl der Neuinfektionen im Hinblick auf die hohe Belastung der Intensivstationen und die bevorstehende Omikron-Welle nicht stark und nicht schnell genug sinke. Alle Maßnahmen - etwa die Reduktion von Kontakten, das Tragen von Masken oder das Einhalten der Hygieneregeln - müssten aus diesem Grund aufrechterhalten oder sogar intensiviert werden, so das RKI.

Welche Auswirkungen Omikron haben kann, zeigt ein Blick in Deutschlands Nachbarland im Norden: Dänemark, das im Sommer angesichts niedriger Fallzahlen nahezu alle Corona-Beschränkungen aufgehoben hatte, verzeichnet derzeit Rekordwerte. Am Donnerstag wurden dort fast 10.000 Neuinfektionen registriert. In rund 3000 Fällen handelt es sich dabei um Omikron-Variante des Virus, wie das nationale Seruminstitut mitteilte.

107.639 Todesfälle

Das RKI zählte in Deutschland seit Beginn der Pandemie 6.721.375 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 5,17 (Mittwoch 5,27) an.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitag mit 5.679.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 107.639.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 17. Dezember 2021 um 06:00 Uhr.