Zäune sperren auf dem Münchner Oktoberfestgelände eine Corona-Teststation ab. | dpa

RKI-Zahlen Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 129,1

Stand: 06.05.2021 06:55 Uhr

In Deutschland sind binnen eines Tages 21.953 neue Corona-Fälle registriert worden. Laut Robert Koch-Institut sank die Sieben-Tage-Inzidenz erneut - sie liegt nun bundesweit bei 129,1.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 21.953 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Am Donnerstag vor einer Woche hatte der Wert bei 24.736 gelegen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner sank laut RKI bundesweit auf 129,1. Diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz hatte gestern noch 132,8 betragen, am Donnerstag vor einer Woche lag sie bei 154,9. Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben binnen 24 Stunden 250 neue Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus verzeichnet. Vor genau einer Woche waren es 264 Tote.

Mehr als 3,4 Millionen nachweislich Infizierte

Seit Beginn der Pandemie zählte das RKI zählte damit 3.473.503 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.107.300 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 84.126.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,83. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 83 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Niedrigste Werte im Norden und Nordosten

Auch wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in allen Bundesländern gesunken ist, bleiben die regionalen Unterschiede weiterhin groß. Thüringen bleibt mit einem Wert von 210 das einzige Bundesland über der Schwelle von 200. Schleswig-Holstein registriert mit 55 erneut den niedrigsten Wert. Auch Niedersachen und Hamburg liegen den Angaben zufolge unter dem Wert 100, Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern nur noch knapp darüber.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen.Übersteigt die Inzidenz die Marke 100, müssen laut Infektionsschutzgesetz unter anderem Kontaktbeschränkungen verschärft werden. Sinkt sie hingegen unter diesen Schwellenwert, sind in Landkreisen und Städten mit entsprechend niedrigen Zahlen Öffnungsschritte möglich. Einige Länder haben dies bereits angekündigt.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 06. Mai 2021 um 08:00 Uhr in den Nachrichten.