Ein älteres Paar geht Hand in Hand auf einem von Herbstblättern bedeckten Weg. | picture alliance/dpa

Mehr Grundsicherung Armut unter Rentnern wächst

Stand: 24.10.2022 09:02 Uhr

In Deutschland reicht die Rente immer mehr Senioren nicht zum Leben. Eine wachsende Zahl von Rentnern bezieht laut einem Pressebericht zusätzlich Leistungen aus der Grundsicherung. Die Linkspartei fordert die Regierung zum Handeln auf.

Eine wachsende Zahl von Rentnerinnen und Rentner bezieht zusätzlich zur Rente Leistungen aus der sozialen Grundsicherung. Das berichtet das "RedaktionsNetzwerk Deutschland" unter Berufung auf eine Aufstellung des Statistischen Bundesamtes. Im Juni des laufenden Jahres erhielten demnach bundesweit fast 628.600 Menschen im Rentenalter Grundsicherungsleistungen. Das seien rund 51.000 Menschen mehr als noch im Juni 2021.

Angefragt hatte die Zahlen die Linke. Deren Fraktionschef im Bundestag, Dietmar Bartsch, forderte die Regierung zum Handeln auf. "Altersarmut steigt und steigt", sagte Bartsch. Wichtig sei eine umfassende Reform der Grundrente - mit einer Mindestrente in Höhe von 1200 Euro.

Erhöhung der Energiepauschale gefordert

Die Ampelkoalition müsse außerdem deutlich mehr dafür tun, dass Rentnerinnen und Rentner durch den Winter kommen. Er forderte, dass die Energiepauschale von 300 Euro für kleine bis mittlere Renten erhöht werden müsse.

"Wir brauchen einen Abwehrschirm gegen Altersarmut. Die Preise für Strom und Gas müssen vor dem Winter gedeckelt werden, nicht danach."

Habeck: Entlastungen bereits ab Januar

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck machte im "Handelsblatt" bereits deutlich, dass er die finanziellen Hilfen für Stromverbraucher eher als bislang erwartet starten möchte. "Die Entlastung beim Strompreis muss in jedem Fall spätestens im Januar einsetzen", sagte der Grünen-Politiker. Die Bundesregierung will analog zu der im März startenden Gaspreisbremse eine Strompreisbremse umsetzen.

Über dieses Thema berichtete das Nachrichtenmagazin Monitor am 09. Januar 2020 um 22:15 Uhr.