Zwei Rentner auf einer Parkbank | Bildquelle: dpa

Mehr als eine Million Anträge Rente mit 63 teurer als erwartet

Stand: 24.05.2018 09:21 Uhr

Knapp vier Jahre nach Einführung der Rente mit 63 hat die Zahl der Anträge die Millionenmarke übersprungen. Das kostet die Rententräger inzwischen mehr als eine Milliarde Euro pro Monat.

Die Zahl der Anträge auf die Rente mit 63 ist einem "Bild"-Bericht zufolge auf mehr als eine Million gestiegen. Seit Einführung der Rente mit 63 im Juli 2014 hätten die Rententräger bis Ende April dieses Jahres 1.005.777 neue Anträge dieser Rentenart registriert, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Zahlen der Deutschen Rentenversicherung. 985.299 Anträge wurden demnach in diesem Zeitraum bewilligt. 

Die Zahl der Anträge habe die Erwartungen der Bundesregierung überstiegen, die im Gesetzentwurf zur Rente mit 63 noch mit 200.000 Anträgen im Jahr gerechnet habe, so der Bericht. Diese Prognose wurde um mehr als ein Viertel übertroffen.

Zwei Seniorinnen laufen mit Nordic-Walking-Stöcken über einen Platz. | Bildquelle: dpa
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Seit 2014 haben mehr als eine Million Menschen die Rente mit 63 beantragt.

Deutlich höhere Kosten

Die Kosten für die Rente mit 63 belaufen sich demnach inzwischen auf 1,3 Milliarden Euro im Monat. Im Juni 2014, dem letzten Monat vor Einführung der Rente mit 63, zahlte die Rentenversicherung demnach nur 62,6 Millionen Euro an Renten für sogenannte "besonders langjährig Versicherte" mit mehr als 45 Beitragsjahren aus.

Wer mindestens 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, kann seit Juli 2014 mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen. Allerdings wird diese Altersgrenze seitdem pro Jahr um zwei Monate angehoben, sodass die Jahrgänge ab 1964 erst mit 65 nach 45 Jahren abschlagsfrei in den Ruhestand gehen können.

Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 24. Mai 2018 um 09:36 Uhr.

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