Zwei Rentner auf einer Parkbank | Bildquelle: dpa

Höchster Jahreswert Rente mit 63 immer beliebter

Stand: 25.01.2018 11:37 Uhr

Die deutsche Rentenversicherung hat im vergangenen Jahr einen Ansturm auf die Rente mit 63 Jahren registriert. Sie nahm so viele Anträge entgegen wie noch nie seit der Einführung im Jahr 2014.

Das Interesse an der Rente mit 63 wächst. Im vergangenen Jahr gingen bei der Deutschen Rentenversicherung 253.521 neue Anträge auf die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren ein, wie ein Sprecher mitteilte. Das sind 12.102 oder fünf Prozent Anträge mehr als im Jahr 2016.

Der Sprecher der Rentenversicherung bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Die Zahl der Anträge im Jahr 2017 ist demnach der bisher höchste Jahreswert seit Einführung der Rente mit 63 im Jahr 2014.

Insgesamt wurden 2017 rund 1,6 Millionen neue Rentenanträge gestellt. Darunter waren auch 355.500 Anträge auf die Regelaltersrente und 350.500 auf eine Erwerbsminderungsrente.

Mehr zum Thema

1,6 Millionen neue Rentenanträge

Die Rücklage der Rentenkasse war Ende des vergangenen Jahres deutlich besser gefüllt als am Jahresanfang erwartet. Die sogenannte eiserne Reserve betrug Ende Dezember 2017 33,424 Milliarden Euro.

Die Bundesregierung hatte Anfang 2017 noch damit gerechnet, dass die Nachhaltigkeitsrücklage auf rund 30,6 Milliarden Euro schrumpfen würde. Tatsächlich stieg die Rücklage trotz Milliarden-Mehrausgaben für die Mütterrente und die Rente mit 63 sogar gegenüber dem Vorjahresergebnis. Ende 2016 hatte sie bei 32,378 Milliarden Euro gelegen.

Die Rente mit 63 hatte die Große Koalition in der vergangenen Legislaturperiode auf Initiative der SPD eingeführt. Sie gilt als eine der Errungenschaften für die Sozialdemokraten, nachdem sich die Union zunächst gegen die Altersversorgung ausgesprochen hatte.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 25. Januar 2018 um 11:15 Uhr in den Nachrichten.

Darstellung: