Eine von der Blauzungen-Krankheit betroffene Kuh steht 2006 in einem Stall.

Thüringen Virus infiziert Tiere: Landratsamt warnt vor Blauzungenkrankheit

Stand: 10.07.2024 09:02 Uhr

Das Landratsamt Schmalkalden-Meiningen warnt vor der Blauzungenkrankheit. Ein Fall wurde kürzlich in Hessen unweit von Thüringen gemeldet. Vor allem Wiederkäuer wie Rinder und Schafe sind betroffen. Für die Tiere gibt es eine Schutzimpfung.

Von MDR THÜRINGEN

Das Landratsamt Schmalkalden-Meiningen hat Tierhalter auf die erhöhte Gefahr der Blauzungenkrankheit hingewiesen. Wie eine Sprecherin mitteilte, wurde vor wenigen Tagen erstmals im an Südwestthüringen angrenzenden Hessen - nordwestlich von Fulda - ein Blauzungenfall bei einem Bullen gemeldet. Für die Blauzungenkrankheit sind demnach Wiederkäuer wie Rinder, Schafe, Ziegen, Alpakas und Lamas sowie Wildwiederkäuer empfänglich.

Das Landratsamt weist darauf hin, dass es eine vorbeugende Schutzimpfung gibt. Der Veterinär-Fachdienst empfehle sie Tierhaltern. Informationen gibt es beim Landesamt für Verbraucherschutz.

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Bisher alte Bundesländer betroffen

Schon seit dem vergangenen Herbst wurden nach Angaben des Landratsamts in den Niederlanden, Belgien und auch in Deutschland Infektionen bei Rindern und Schafen nachgewiesen. In Deutschland waren bisher Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen betroffen.

Keine Gefahr für Menschen

Den Angaben nach verursacht der derzeitige Virustyp insbesondere bei Schafen schwere Krankheitsverläufe - zum Teil mit Todesfolge. Bei Rindern gebe es deutliche Einbrüche der Milchleistung.

Da die Infektion über sogenannte Gnitzen - kleine blutsaugende Mücken - übertragen wird, breitet sie sich in der warmen Jahreszeit aus. Menschen könnten sich nicht infizieren - auch nicht durch den Konsum von tierischen Produkten.

MDR (med/cfr)