Alte Batterien und Akkus werden auf einem Recyclinghof gesammelt.

Thüringen Bürgerinitiative sammelt Unterschriften gegen Batterie-Recycling-Anlage in Artern

Stand: 09.07.2024 09:56 Uhr

In Artern sammelt eine Bürgerinitiative Unterschriften gegen eine geplante Batterie-Recyclinganlage. Einwände gegen den Bau können bis zum 22. Juli eingereicht werden. Auch in Gera gibt es Protest gegen ein ähnliches Bauvorhaben.

Von MDR THÜRINGEN

Die "Bürgerinitiative Landgemeinde Artern" sammelt im Kyffhäuserkreis Unterschriften gegen die geplante Recycling-Anlage des finnischen Unternehmens Fortum in Artern. Wie die "Thüringer Allgemeine" (€) berichtet, werden die Zweifel an dem Vorhaben immer lauter. Befürchtet werde, dass die Anlage schädlich für Umwelt, Tiere und Menschen sei.

Bis zum 21. Juli will die Bürgerinitiative deshalb so viele Unterschriften wie möglich sammeln und diese beim Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) einreichen. Bis einschließlich 22. Juli können Einwände gegen den Bau eingereicht werden.

Nur Batterie-Recycling in Artern geplant

Im Arterner Industriegebiet "Kyffhäuserhütte" soll eine Recyclinganlage entstehen, in der alte Batterien entladen, demontiert und geschreddert werden. Daraus sollen wertvolle Metalle wie Lithium, Nickel und Kobalt für die Wiederverwertung gewonnen werden.

In Artern ist allerdings lediglich ein "Recycling-Standort" geplant. Die rückgewonnene Schwarzmasse wird laut einer Informationsseite der Fortum Batterie-Recycling GmbH zurück nach Finnland transportiert und dort weiterverarbeitet.

Landesamt prüft Pläne für Recycling-Anlage

Dem Bericht zufolge plant Fortum einen möglichen Baubeginn für das nächste Jahr. 2026 soll die Recycling-Anlage in Betrieb gehen. Ob das Unternehmen seine Pläne in Artern umsetzen kann, wird vom TLUBN geprüft.

Protest gegen Batterie-Recylinganlage auch in Gera

Eine Batterie-Recyclinganlage für Lithium-Ionen Batterien soll auch in Gera-Cretzschwitz gebaut werden. Dort wehrt sich ebenfalls eine Bürgerinitiative gegen das Vorhaben des südkoreanischen Investors Sungeel. Nach Unfällen bei ähnlichen Anlagen des Investors in Ungarn gibt es unter anderem Sicherheitsbedenken.

MDR (cfr)