Eine Person geht behutsam über einen vereisten Weg. Darüber die Schrift "Zahlreiche Verletzte wegen Glätte" | WDR

Nordrhein-Westfalen Wetterlage am Freitag: Glatteis-Unfälle in der Eifel

Stand: 27.01.2023 09:47 Uhr

Nach Schnee und überfrierender Nässe am Donnerstag entspannt sich die Wetterlage in NRW heute wieder. Die Temperaturen steigen und im Laufe des Tages wird es trockener.

Schnee und überfrierende Nässe haben im Westen am Donnerstag und teilweise noch am Freitagvormittag für glatte Straßen und zahlreiche Unfälle gesorgt. Während die Temperaturen in den größten Teilen Nordrhein-Westfalens am Morgen wieder über Null lagen, kam es in der Eifel erneut zu spiegelglatten Straßen und mehreren Unfällen. Starker Schneefall behinderte zudem den Verkehr auf der A1. Auch im nördlichen Sauerland kann an diesem Freitag noch etwas Schnee fallen.

Vom Nordwesten her wurde es im Laufe der Nacht aber zunehmend trocken. Das setzt sich am Freitag auch fort. Am Nachmittag könnte sich sogar die Sonne zwischen dem Oberbergischen, Siebengebirge und Siegerland kurz blicken lassen. Damit entspannt sich die Wetterlage im Land zunehmend.

Zahlreiche Unfälle am Donnerstag

In Herford gab es am Donnerstag einen besonders schweren Glatteis-Unfall mit vier beteiligten Autos: Ein Autofahrer geriet auf einer steilen Strecke mit seinem Audi ins Schleudern und krachte nach rund 100 Metern in den Gegenverkehr. Glück im Unglück hatte ein Autofahrer, der noch ausweichen konnte, er landete mit seinem Wagen in einem Vorgarten und krachte dort gegen einen geparkten Mercedes. Eine 30-jährige Frau musste verletzt ins Krankenhaus.

Auch ein Streifenwagen der Polizei Herford hatte auf der Fahrt zu einem Einsatz einen Glätte-Unfall. Die Polizei Bielefeld meldete insgesamt 13 Unfälle, sieben davon auf der A30. In Versmold überschlug sich ein Auto und blieb auf dem Dach liegen.

In Krankenhäusern in Münster standen die Krankenwagen am Morgen Schlange bis auf die Straße. Die Ärzte sprachen von "unzähligen Verunfallten und sehr, sehr vielen Knochenbrüchen".

Streuen hilft nicht immer

Wettergrafik  | ZAMG / WDR / Anna Zdrahal

Wettergrafik Bild: ZAMG / WDR / Anna Zdrahal

Glätte durch Eisregen ist tückisch, weil er beim Auftreffen auf Flächen spontan Eis bildet. Es hilft kaum, Salz zu streuen, weil sich die Eisschicht über das Salz legt. Glätte durch Schnee ist einfacher zu bekämpfen, weil das Streusalz an die Schneekristalle andockt und sie tauen lässt.

Graues Winterwetter hält an

Am Samstag wird es teils neblig-trüb oder grau durch Hochnebel, teils gibt es Sonnenschein. Es bleibt weitgehend trocken. Am Sonntag gibt es mal dichte Wolken, mal Sonnenschein. Es bleibt meist trocken bei null bis fünf Grad.

Quelle: wdr.de