Aachens Marco Müller beim Einwurf | IMAGO/Revierfoto

Nordrhein-Westfalen Alemannia Aachen - der Regionalliga-Spannung verpflichtet

Stand: 23.09.2022 11:46 Uhr

Die Regionalliga-West freut sich an diesem Wochenende auf ein Topspiel: Alemannia Aachen empfängt am Samstag Preußen Münster. Es geht um nicht weniger als den Erhalt der Liga-Spannung.

Niemals sollte man nach neun Spieltagen einer Fußball-Saison von irgendeiner Vorentscheidung in Sachen Meisterkampf sprechen. Es wäre einfach zu früh. Andererseits: Wie anders sollte man das Szenario in der Regionalliga-West beurteilen: Wenn Preußen Münster an diesem Samstag das Nachholspiel bei Alemannia Aachen gewinnt, läge der Klub in der Tabelle als einsamer Tabellenführer bereits sieben Zähler vor dem Zweitplatzierten SV Rödinghausen.

Die Münster-Konkurrenz hofft auf Aachen

Da lastet also ein gewisser Druck auf Gegner Alemannia Aachen: Zwar sind die Kaiserstädter selbst mutmaßlich nicht in den Titelkampf involviert - sie sind aber natürlich das Team, auf das die Münster-Konkurrenz an diesem Wochenende hofft. "Wir sind nicht zuständig für den Spannungs-Erhalt in dieser Liga", sagt Alemannia-Trainer Fuat Kilic daher wohlweislich vor dem Spiel.

Klar: Der Aachener Coach will unnötigen Druck von seinem Team nehmen. Aber natürlich streben die Alemannen einen Paukenschlag an. Schließlich werden auf dem Tivoli mehr als 10.000 Zuschauer erwartet. Daher sagt Kilic auch gegenüber "Reviersport": "Wir wollen ein geiles Spiel für unsere Fans abliefern. Wir wollen die Partie mit so viel Herz und Leidenschaft wie schon gegen Ahlen und Wiedenbrück angehen."

Rückschlag in Bocholt

Gegen Ahlen (1:0) und Wiedenbrück (3:2) gelangen der Alemannia zwei wichtige Heimsiege, zwischendurch war man auch bei Kellerkind Wattenscheid (2:1) siegreich. Ärgerlich war nur das letzte Spiel: Da gab's bei Aufsteiger Bocholt (0:2) einen ebenso überraschenden wie unnötigen Rückschlag. Mit einem Sieg wäre man ganz dicht ans direkte Verfolgerfeld der Preußen herangerückt - die verlorenen Punkte möchte man sich natürlich jetzt gern nachträglich einverleiben.

Nicht zur Verfügung stehen den Aachenern am Samstag Pepjin Schlösser und Alexander heinze. Vor allem der verletzungsbedingte Ausfall von Abwehrchef Heinze wiegt dabei besonders schwer. Zumal die Ärzte gar nicht genau sagen kann, wie lange Heinze angesichts seiner komplizierten Schulterverletzung ausfallen wird.

Ein Abwehrspieler soll noch kommen

Angesichts der Ungewissheit will die Alemannia auf jeden Fall noch einmal reagieren und personell nachrüsten. Es soll ein Heinze-Ersatz dazukommen. "Wir suchen in der Innenverteidigung nach einer Alternative. Es soll aber kein Schnellschuss sein. Wir haben zwei, drei Optionen, die wir aktuell prüfen", erklärt Sportchef Helge Hohl gegenüber "Reviersport".

Gegen die Preußen muss es noch ohne diesen neuen anvisierten Spieler gehen. Und trotzdem soll alles in dieses Spiel hineingeworfen werden. Für die Alemannia. Aber auch für die Spannung in der Liga.

Quelle: wdr.de