Blick von der Seite auf das Landgericht Osnabrück.

Niedersachsen Mann entführt und in Schacht gesperrt: Freisprüche und Geldstrafe

Stand: 16.05.2024 16:53 Uhr

Das Landgericht Osnabrück hat zwei Angeklagte aus Mangeln an Beweisen freigesprochen. Ein dritter muss 1.000 Euro zahlen.

Im Prozess wegen erpresserischen Menschenraubs und Körperverletzung hat das Landgericht Osnabrück am Donnerstag zwei Angeklagte freigesprochen und einen weiteren zu einer Geldstrafe verurteilt. Der 28 Jahre alte Schwager des Opfers muss eine Geldstrafe von 1.000 Euro wegen Beihilfe zu gefährlicher Körperverletzung bezahlen, wie das Gericht entschied. Bei den anderen beiden Angeklagten habe es keine ausreichenden Beweise für eine Verurteilung gegeben. Der 28-Jährige hatte zugegeben, seinen 24 Jahre alten Schwager unter einem Vorwand in sein Auto gelockt und ihn zu einem Parkplatz gebracht zu haben, wo er dann von mehreren Männern verprügelt wurde. Diese brachen ihm laut Staatsanwalt unter anderem die Nase und raubten ihn aus. Sie zwangen den 24-Jährigen aus Geeste (Landkreis Emsland) demnach, sich in den Kofferraum eines Autos zu legen. Schließlich sperrten sie ihr Opfer in einem Waldstück in Alfhausen in einen Schacht. Nach einiger Zeit konnte sich der 24-Jährige selbst befreien. Hintergrund seien Schulden des Opfers aus Drogengeschäften.

Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 16.05.2024 | 15:00 Uhr