Ein Foto des vermissten Arian aus Bremervörde.

Bremen Polizei plant neue Suche nach vermisstem Arian aus Bremervörde

Stand: 13.05.2024 09:07 Uhr

Bislang fehlt jede Spur von dem autistischen Jungen aus Bremervörde. Jetzt wollen die Ermittler noch einmal Anwohner befragen und den Fluss Oste absuchen.

Rund drei Wochen nach dem Verschwinden des sechsjährigen Arian wollen die Ermittler die Suche nach dem autistischen Kind wieder intensivieren. Es sei unverständlich, dass man noch keine Spur von dem Jungen habe, sagte Polizeisprecher Heiner van der Werp der Deutschen Presse-Agentur. Am vergangenen sonnigen und langen Wochenende seien viele Menschen am Fluss Oste unterwegs gewesen.

In dieser Woche sei wieder eine Suchaktion auf dem Fluss geplant. "Wir werden dabei auch technisches Gerät einsetzen", sagte van der Werp. Als zweite Maßnahme sollen erneut die Bewohner der Ortschaften in der Nähe von Arians Zuhause in Bremervörde-Elm befragt werden, ob sie Beobachtungen gemacht haben. "Es wird eine Art Klinkenputzen sein."

Mittlerweile verstehen wir es nicht, dass der Junge nicht irgendwo gefunden wird.
(Polizeisprecher Heiner van der Werp)

Polizei ermittelt weiter in alle Richtungen

Zu sehen ist ein Trupp von Soldaten auf der Suche nach Arian.

Bei der Suchaktion kamen auch Bundeswehr-Soldaten zum Einsatz. (Archivbild)

Die Ungewissheit sei für die Angehörigen und alle Beteiligten sehr belastend, sagte der Polizeisprecher. Nach wie vor erscheine ein Unglücksfall am wahrscheinlichsten, weil Arian am 22. April sein Zuhause abends allein verlassen habe. Aufnahmen einer privaten Überwachungskamera zeigen, wie der Sechsjährige Richtung Wald läuft. Ermittelt werde aber in alle Richtungen, sagte der Sprecher: "Wir haben es niemals ausgeschlossen, dass er entführt wurde."

Großangelegte Rettungsaktion verlief erfolglos

Der autistische Junge wird seit dem 22. April vermisst. Eine Woche lang suchten Hunderte Einsatzkräfte und Freiwillige Tag und Nacht an Land, aus der Luft und im Wasser nach Arian. Im Einsatz waren Suchhunde, eine Reiterstaffel, Helikopter, Drohnen, ein Tornado-Flieger, Amphibienfahrzeug, Boote und Taucher. Ende April stellte die Polizei die aktive Suche zunächst ein. Eine Gruppe aus fünf Ermittlern und Ermittlerinnen bearbeitet den Fall aber weiter und geht Hinweisen nach. 

Dieses Thema im Programm:
Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 13. Mai 2024, 12 Uhr