Bei den Asiatischen Löwen im Nürnberger Tiergarten gibt es Nachwuchs.

Bayern Löwen-Nachwuchs im Nürnberger Tiergarten

Stand: 18.09.2023 18:00 Uhr

Die Löwin Aarany hat im Nürnberger Tiergarten zwei Jungtiere zur Welt gebracht. Ihr und ihrem Nachwuchs geht es gut. Zu sehen sind die kleinen Asiatischen Löwen aber noch nicht: Die junge Familie braucht nun vor allem Ruhe.

Von Nicolas Eberlein

Bei den Asiatischen Löwen im Nürnberger Tiergarten gibt es Nachwuchs. Die Löwin Aarany hat am Samstag zwei Jungtiere zur Welt gebracht, teilt die Stadt mit. Demnach nimmt die Mutter ihre Kinder gut an und säugt sie.

Löwenmutter braucht Ruhe

Die Löwin brauche nun aber viel Ruhe, weshalb das Raubtierhaus vorerst geschlossen bleibt. Besucherinnen und Besucher können die Jungtiere deshalb voraussichtlich erst in mehreren Wochen sehen. Nicht einmal die Tierpflegerinnen und Tierpfleger würden sich der Löwin und ihrem Nachwuchs in nächster Zeit nähern. "Aarany soll ihre Jungen möglichst ungestört großziehen. Kontakt mit den Pflegerinnen und Pflegern könnte sie irritieren", so der Zootierarzt Hermann Will.

Ersten Wurf aufgefressen

Die Löwenmutter sei im Moment aber nicht allein, der Löwenvater Kiron sei bei ihr. In seiner Anwesenheit sei Aarany merklich ruhiger, heißt es weiter. Allerdings: Zum Nachwuchs lässt sie Kiron noch nicht. Die Löwin Aarany hatte im Mai dieses Jahres bereits vier Löwenwelpen zur Welt gebracht. Diese überlebten jedoch nicht. Drei hatte sie laut Mitteilung kurz nach der Geburt aufgefressen. Das sei bei unerfahrenen Löwinnen aber nicht ungewöhnlich. "Es war Aaranys erster Wurf, sie war noch unerfahren und musste erst lernen, wie man mit Jungtieren umgeht", sagt Will.

Stark gefährdete Tierart

Der Nachwuchs bei den Löwen trage entscheidend zum Erhalt der Art bei, so die Stadt weiter. Die Unterart des Asiatischen Löwen gelte laut Weltnaturschutzunion IUCN (International Union for Conservation of Nature) als "stark gefährdet". Einer Schätzung aus dem Jahr 2017 zufolge gibt es nur eine einzige Population in einem indischen Nationalpark, zu der 630 Tiere zählten.

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Quelle: Regionalnachrichten Franken 18.09.2023 - 17:00 Uhr