Baden-Württemberg Külsheim: Größter Solarpark in BW wird eröffnet

Stand: 10.07.2024 07:28 Uhr

Es ist ein weiterer Schritt hin zur Energiewende. In Külsheim ist der momentan größte Solarpark in Baden-Württemberg entstanden.

Der Solarpark Gickelfeld auf einer großen Freifläche im Wald bei Külsheim (Main-Tauber-Kreis) wird am Mittwochnachmittag feierlich eröffnet. Die Anlage hat eine Gesamtleistung von etwa 68 Megawatt. Rechnerisch kann die Anlage rund 24.000 Haushalte mit Solarenergie versorgen. Jährlich könnten so fast 50.000 Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden, heißt es von den Projektpartnern. Proteste oder Widerstand gegen das Großprojekt hatte es vor Ort nicht gegeben.

Zur Eröffnung wird am Mittwochnachmittag auch Landesumweltministerin Thekla Walker (Grüne) in Külsheim erwartet. Das Großprojekt ist vom Energieversorger EnBW, der Thüga Erneuerbare Energien und dem Stadtwerk Tauberfranken zusammen realisiert worden.

EnBW-Areal ging schon früher in Betrieb

Der von der EnBW betriebene Teil des Solarparks (30 Megawatt) hatte bereits im Dezember den Betrieb aufgenommen. "Der Solarpark Gickelfeld ist ein weiterer Schritt in Richtung einer nachhaltigen und klimafreundlichen Energieversorgung in Baden-Württemberg", betonte ein EnBW-Sprecher zu diesem Zeitpunkt. Die Projektpartner nutzen vor Ort eine gemeinsame Infrastruktur wie einen Netzanschluss, ein Umspannwerk, eine Kabeltrasse und Wege. Dadurch ergeben sich Synergien, es lassen sich Kosten sparen. Innerhalb von zehn Monaten hatte die EnBW ihren Solarpark-Abschnitt im Norden des Areals errichtet. Die Photovoltaik-Anlage von Thüga Erneuerbare Energien und dem Stadtwerk Tauberfranken grenzt südlich an den EnBW-Solarpark an. Dieser Solarpark mit einer Leistung von rund 38 Megawatt ist im Januar in Betrieb gegangen.

Keine Angaben zu Kosten

Beide Solarparks in Külsheim sind ohne eine Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gebaut worden. Zu den Kosten machen die Unternehmen allerdings keine Angaben. Ein besonderes Augenmerk sei auch auf den Natur- und Artenschutz gelegt worden, betonen die Projektpartner. So hatte es etwa in Zusammenarbeit mit der Naturschutzbehörde ein Konzept für die Feldlerche gegeben, das auch eine mehrjährige Überwachung beinhaltet.

Sendung am Mi., 10.7.2024 6:00 Uhr, SWR4 BW am Morgen, SWR4 Baden-Württemberg

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