Düngemittel aus der Landwirtschaft sind der Grund für die hohe Nitratbelastung im Grundwasser. | Bildquelle: dpa

Einigung der Ministerien Schärfere Düngeregeln für Landwirte

Stand: 13.06.2019 20:14 Uhr

Die Ministerinnen Klöckner und Schulze haben sich geeinigt, wie die Nitratbelastung im Grundwasser verringert werden soll. In den besonders belasteten Gebieten soll die Düngung um 20 Prozent reduziert werden.

Von Claudia Plaß, ARD-Hauptstadtstudio

Der Schutz des Grundwassers sei ein zentrales Anliegen der Bundesregierung, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Bundeslandwirtschafts- und Bundesumweltministerium. Nach Beratungen mit Ländern, Verbänden und Abgeordneten habe man sich auf Vorschläge verständigt, wie das Düngen der Felder weiter beschränkt werden soll.

Agrarministerin Julia Klöckner sprach von einem fairen Ausgleich zwischen den strengen Grenzwerten der Nitratrichtlinie und den Anforderungen an eine nachhaltige Pflanzenproduktion. Umweltministerin Svenja Schulze ergänzte, man schlage der EU-Kommission ein Regelungspaket für einen besseren Gewässerschutz vor.

Reduzierung in den "roten Gebieten"

Grundsätzlicher Konsens ist nun die Reduzierung der Düngung in den sogenannten "roten Gebieten" mit besonders hohen Nitratwerten um 20 Prozent pro Betrieb. Zuvor gab es zwischen den beiden Ressorts eine monatelange Debatte über die Umsetzung der von der EU-Kommission eingeforderten Maßnahmen.

Brüssel hatte gegen Deutschland wegen zu hoher Nitratwerte im Grundwasser Klage eingereicht und 2018 vor dem EuGH Recht bekommen. Deutschland hatte die Düngeverordnung zwischenzeitlich verschärft, das aber reichte der EU-Kommission nicht aus.

Brüssel wird die neuen Vorschläge nun prüfen. In Deutschland muss dann auch der Bundesrat den veränderten Regeln zustimmen. Sollten sie erneut von der EU-Kommission abgelehnt werden, drohen Deutschland nach wie vor hohe Strafzahlungen.

Neue Düngeregeln - Ministerien einigen sich auf gemeinsame Vorschläge
Claudia Plaß, ARD Berlin
13.06.2019 19:36 Uhr

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Über dieses Thema berichtete am 13. Juni 2019 die tagesschau und B5 aktuell um 20:00 Uhr.

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