Karlsruhe: Die Außenaufnahme der Bundesanwaltschaft. | Bildquelle: dpa

"Revolution Chemnitz" Ermittler suchen nach rechtem Netzwerk

Stand: 01.10.2018 15:32 Uhr

Nach der Festnahme mutmaßlicher Rechtsterroristen aus der Chemnitzer Szene prüft der Generalbundesanwalt das Umfeld der Verdächtigen. Gibt es es weitere Vernetzungen in der rechtsextremen Szene?

Die Bundesanwaltschaft hat bei einer Pressekonferenz am Nachmittag über den Stand der Ermittlungen zu den Festnahmen der mutmaßlichen Rechtsterroristen am Vormittag informiert.

Wie die Sprecherin in Karlsruhe mitteilte, wurden bei Wohnungsdurchsuchungen zwar keine Schusswaffen, aber Schlagstöcke und ein Luftdruckgewehr beschlagnahmt. Außerdem fanden die Ermittler diverse Speichermedien, die nun ausgewertet werden. "Die Beschuldigten haben sich intensiv darum bemüht, Schusswaffen zu besorgen", sagte die Sprecherin.

Ermittler nehmen mutmaßliche Rechtsterroristen fest
tagesschau 16:00 Uhr, 01.10.2018, Sibylle Licht, MDR

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Die festgenommenen Deutschen sind den Angaben zufolge unter anderem dringend verdächtig, gemeinsam mit dem 31-jährigen Christian K. eine rechtsterroristische Vereinigung namens "Revolution Chemnitz" gegründet zu haben. Christian K. war bereits am 14. September von der Staatsanwaltschaft Chemnitz wegen besonders schweren Landfriedensbruchs festgenommen worden und befindet sich seither in Untersuchungshaft.

Angriffe auf Ausländer und Andersdenkende

Nach den bisherigen Erkenntnissen gehören die Beschuldigten der Hooligan-, Skinhead- und Neonazi-Szene im Raum Chemnitz an und sollen sich als führende Personen in der rechtsextremistischen Szene Sachsens verstanden haben. Sie sollen Angriffe auf Ausländer und Andersdenkende beabsichtigt haben.

Fünf von ihnen sollen am 14. September bewaffnet mit Glasflaschen und einem Elektroschocker mit weiteren gewaltbereiten Rechtsextremen auf der Schlossteichinsel in Chemnitz mehrere Ausländer angegriffen und verletzt haben.

Ein Opfer, ein Iraker, wurde durch den Wurf einer Glasflasche am Hinterkopf verletzt. Weil die mutmaßlichen Täter auch Ausweise kontrollierten haben sollen, wurden sie von der lokalen Polizei als "Bürgerwehr" bezeichnet.

Angriff am 3. Oktober geplant?

Der Übergriff von der Schlossteichinsel sollte der Bundesanwaltschaft zufolge ein "Probelauf" für ein von den Beschuldigten für den 3. Oktober 2018 geplantes Geschehen sein. Was die Verdächtigen allerdings genau planten, sei bisher noch nicht klar, so die Sprecherin.

Die Festgenommenen sollen bis morgen dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der über die Untersuchungshaft entscheiden wird. Wie die Sprecherin der Bundesanwaltschaft sagte, ist befindet sich neben Christian K. auch der festgenommene Thomas W. in Untersuchungshaft.

Hintergrund zu "Revolution Chemnitz": Wer/was ist das?!
Arnd Gross, MDR
01.10.2018 11:11 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 01. Oktober 2018 um 16:00 Uhr.

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