Ein Mann betrachtet Bilder auf einem Bildschirm | Bildquelle: ARD-aktuell / Weiss

Wegen Kinderpornografie Razzia in vier Bundesländern

Stand: 04.11.2020 15:28 Uhr

Wegen des Verdachts auf Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie haben Ermittler in vier Bundesländern Wohnungen durchsucht. Gegen 14 Verdächtige im Alter von 30 bis 47 Jahren laufen Verfahren.

Die Berliner Kriminalpolizei ist mit einer Razzia in mehreren Bundesländern gegen zahlreiche Nutzer von Kinderpornografie vorgegangen. 15 Wohnungen wurden durchsucht, wie die Polizei mitteilte. Elf Durchsuchungen erfolgten in Berlin, weitere in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Der Schwerpunkt lag mit elf Wohnungen in Berlin.

Die Auswertung von Beweismitteln, die im Jahr 2019 bei einem Beschuldigten beschlagnahmt wurden, habe zum Verdacht gegen weitere 14 Menschen geführt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin mit. Die dortige Staatsanwaltschaft und das LKA leiten die Ermittlungen. 

Verdächtige im Alter von 30 bis 47 Jahren

Die Verdächtigen im Alter von 30 bis 47 Jahren sollen kinderpornografische Fotos und Filme sowie Erfahrungen über sexualisierte Gewalt gegen Kinder ausgetauscht haben. Einige sollen auch kinderpornografische Filme im Rahmen sogenannter Sexpartys vorgeführt oder angesehen und dabei Drogen konsumiert haben.

In Berlin widersetzte sich den Angaben zufolge ein Beschuldigter der Durchsuchung und verletzte einen Polizisten. Auch ein weiterer Beamter wurde bei dem Einsatz verletzt. Polizei und Staatsanwaltschaft stellten zahlreiche Datenträger, Drogen und zwei Waffen sicher. 

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 04. November 2020 um 14:15 Uhr.

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