Verkehrsminister Scheuer fährt im Innenhof des Ministeriums mit dem Fahrrad. | picture alliance/dpa

Scheuer bei Radverkehrskongress "So viel Geld wie nie für Radverkehr"

Stand: 27.04.2021 14:21 Uhr

Weniger Radweg-Lücken, bessere Verbindung zu Großstädten: Bundesverkehrsminister Scheuer will den Radverkehr voranbringen - vor allem auf dem Land. Dafür gebe es so viele Fördermittel des Bundes wie noch nie.

Laut Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) stehen für Radverkehrsprojekte in Deutschland so viele Bundes-Fördermittel zur Verfügung wie noch nie. "Jetzt müssen die Kommunen zugreifen, jetzt muss auch das Geld abfließen", sagte Scheuer zu Beginn des Radverkehrskongresses in Hamburg.

Gemeinden fordern mehr Geld

Er reagierte damit auf eine Forderung des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) nach mehr Geld. Dessen Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg hatte zuvor mitgeteilt, ein maßgebliches Hindernis seien die Kommunalfinanzen, die milliardenschwere Investitionsrückstände in der Verkehrsinfrastruktur aufwiesen. Diesen gelte es mit Programmen von Bund und Ländern gegenzusteuern. Auch die Umweltorganisation BUND wies darauf hin, dass Förderangebote bisher daran gescheitert seien, dass Eigenanteile nicht aufgebracht werden konnten.

Scheuer: Deutschland soll "Fahrradland" werden

Um den Radverkehr zu stärken, muss laut Scheuer der ländliche Raum gestärkt werden. Radweg-Lücken müssten geschlossen und die Verbindung zu den größeren Städten verbessert werden, sagte er. Pendler müssten für den Umstieg aufs Fahrrad gewonnen werden. Dafür seien auch mehr Fahrrad-Parkhäuser und Abstellplätze notwendig. Ziel sei es, Deutschland zum "Fahrradland" zu machen. Der sogenannte Radverkehrsplan 3.0 soll dafür einen Rahmen bilden.

Noch bis Mittwoch diskutieren auf dem 7. Nationalen Radverkehrskongress etwa 2700 Fachleute digital über die wichtigsten Trends und Ideen für einen leistungsstarken Radverkehr.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. April 2021 um 16:00 Uhr.