Unfall mit Fahrradfahrern | Bildquelle: dpa

Zahlen für 2019 445 Radfahrer durch Unfälle gestorben

Stand: 19.08.2020 14:47 Uhr

Im vergangenen Jahr sind erneut Hunderte Radfahrer im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Laut Statistischem Bundesamt waren mehr als die Hälfte der Toten Senioren. Bei Unfällen mit E-Bikes lag ihr Anteil sogar noch höher.

Falsches Verhalten auf der Straße oder beim Abbiegen übersehen werden: Bei Unfällen im Straßenverkehr sind im vergangenen Jahr 445 Fahrradfahrer auf deutschen Straßen ums Leben gekommen - damit war jeder siebte Mensch, der im Straßenverkehr ums Leben kam, auf zwei Rädern unterwegs.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden blieb die Zahl der Todesopfer im Vergleich zum Vorjahr konstant. Insgesamt 87.000 Radfahrer wurden verletzt.

Viele tödliche Unfälle mit E-Bikes

Besonders gefährdet sind laut Statistiker ältere Radler: 53,8 Prozent der Toten war mehr als 65 Jahre alt. Bei tödlichen Unfällen mit Elektro-Fahrrädern lag der Anteil der Senioren bei 72 Prozent. In 118 Fällen waren sie mit einem Pedelec unterwegs - ein E-Fahrrad, das auf bis zu 25 Stundenkilometer beschleunigen kann.

Fahrradfahrer, die in einen Unfall verwickelt waren, bei denen es Verletzte gab, trugen an weniger als der Hälfte die Schuld (45,4 Prozent). Für Zusammenstöße mit Autofahrern war nicht einmal jeder vierte Radler (23,4 Prozent) verantwortlich. War ein Lastwagen an einem tödlichen Radfahrunfall beteiligt, trug der Lkw-Fahrer in mehr als 80 Prozent (81,2 Prozent) die Hauptschuld.

Hingegen waren für Unfälle mit Fußgängern häufig die Radfahrer verantwortlich (59,5 Prozent) - ebenso wie bei Kollisionen mit Krafträdern (51,7 Prozent).

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