Kommentar

Gratulationen nach dem öffentlichen Gelöbnis in Berlin | Bildquelle: dpa

Debatte über öffentliches Gelöbnis Als Signal genau richtig

Stand: 12.11.2019 18:22 Uhr

Eine Würdigung der oft hoch riskanten Einsätze - dafür seien öffentliche Gelöbnisse genau das richtige Mittel. Den Soldatinnen und Soldaten müsse gezeigt werden, dass die Gesellschaft ihren Dienst sehe und schätze.

Von Anja Günther, ARD-Hauptstadtstudio

Die Bundeswehr soll in der Gesellschaft sichtbarer werden. Richtig so. Denn die Soldatinnen und Soldaten tun viel dafür, dass wir hier in Frieden leben. Ihr oft hoch riskanter Einsatz für uns alle sollte daher auch öffentlich gewürdigt werden.

Wir müssen den Soldatinnen und Soldaten zeigen, dass wir sehen, was sie tun. Öffentliche Gelöbnisse sind da als Signal genau richtig.

Wir können Auslandseinsätze der Bundeswehr nicht einerseits als völlig selbstverständlich nehmen, andererseits aber sagen: Bleibt uns bloß weg mit euren Traditionen.

Gelöbnisse gehören bei der Bundeswehr nun mal dazu, jedes Jahr gibt es etwa 150 davon. Junge Rekrutinnen und Rekruten sind verpflichtet, den Diensteid zu leisten - und warum sollten sie dabei unter sich sein, im abgeschirmten Raum? Da bleibt die Bundeswehr am Rand und eben nicht in der Mitte der Gesellschaft. Wo sie aber hingehört.

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Über dieses Thema berichteten am 12. November 2019 die tagesschau um 17:00 Uhr und Inforadio um 17:06 Uhr.

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