Eine alte Frau läuft bei einer Pflegerin untergehakt über einen Krankenhausflur. | Bildquelle: dpa

Kampagne der Bundesregierung Pfleger sein soll attraktiver werden

Stand: 28.01.2019 18:06 Uhr

Die Zahl der zu pflegenden Menschen wächst. Aber der Pflegeberuf ist nach wie vor wenig attraktiv. Die Bundesregierung stellte nun Maßnahmen vor, wie dies verbessert werden soll.

Von Andreas Josef, ARD-Hauptstadtstudio

Familienministerin Franziska Giffey mag es gern plastisch. Ihre Gesetze tragen knappe Titel und für den aus ihrer Sicht ersten großen Erfolg der Pflegekampagne, versuchte sie es mit Magie. Sie spricht von einer "Zauberzahl", um die lange gerungen worden sei. Herausgekommen seien zehn Prozent: "Wir wollen im Rahmen dieser Ausbildungsoffensive Pflege von 2019 bis 2023 die Zahl der Auszubildenden und der Ausbildungseinrichtungen, die Plätze anbieten, jeweils um zehn Prozent steigern."

Es ist nur ein Punkt aus dem umfangreichen Programm aus mehr als 100 Maßnahmen, die den Pflegeberuf attraktiver und besser machen sollen. Bis 2030, so rechnete Giffey vor, werden 4,7 Millionen Menschen in Deutschland Pflege brauchen. Das sind 1,4 Millionen mehr als heute.

Regierung startet Initiative gegen Mangel an Pflegepersonal
tagesschau 17:00 Uhr, Tamara Anthony, ARD Berlin

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Mehr Lohn und Gehalt für Pfleger

Mehr Ausbildungsplätze sind das eine, es muss sie aber auch jemand wollen, sagt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil.

"Die Attraktivität für junge Leute bekommen wir nur hin, wenn wir die Berufsorientierung so organisieren wie beschrieben, wenn wir die Zahl der Ausbildungsplätze anheben. Aber wenn wir am Ende des Tages auch berechtigt sagen können, dass die Lohn-, Gehalts- und Arbeitsbedingungen besser werden für diesen Beruf."

Denn heute sind Pflegeberufe finanziell kaum attraktiv. Das fängt schon bei der Ausbildung an: Bisher mussten die Auszubildenden Schulgeld zahlen. Das soll nun wegfallen, dafür erhalten sie ab 2020 ein Gehalt.

Das Geld ist auch der zentrale Punkt, der Zauber-Punkt, wie Franziska Giffey ihn wohl nennen würde - es gibt noch keine Einigung auf einen verbindlichen Tarifvertrag.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn meint: "Es ist schlicht nicht akzeptabel, dass es in manchen Regionen in Deutschland zwischen Kranken- und Altenpflege zwischen 500 und 800 Euro im Monat Unterschied macht, wer wo tätig ist." Nun müssten sich alle Tarif-Partner bewegen, forderte Spahn.

Mehr ausländische Fachkräfte

Neben der besseren Bezahlung soll bis Mitte des Jahres auch geklärt werden, wie mehr ausländische Fachkräfte für den Pflegeberuf gewonnen werden können. Ihnen soll der Berufsanfang hier erleichtert werden, zum Beispiel mit besserer Anerkennung ihrer Abschlüsse.

Mit Zauberei hat das Pflege-Paket am Ende wenig zu tun - vielleicht nur so viel: Dass es fast schon magisch wäre, wenn sich die Beteiligten aus drei Ministerien und etlichen Verbänden wirklich einigen würden.

Bundesregierung startet Kampagne für Pflegeausbildung
Andreas Josef, ARD Berlin
28.01.2019 17:17 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. Januar 2019 um 17:00 Uhr.

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