Pendler am Bahnsteig (Archiv) | Bildquelle: dpa

Pläne der Umweltministerin Förderung für umweltfreundliches Pendeln

Stand: 04.04.2017 09:44 Uhr

Die Zahl der Pendler ist auf Rekordniveau, deshalb will Umweltministerin Hendricks Betriebe unterstützen, die auf umweltfreundliche Varianten für den Arbeitsweg setzen. Ein paar Vorschläge hat die Ministerin schon.

Angesichts der Rekord-Pendlerzahlen in Deutschland will Bundesumweltministerin Barbara Hendricks Betriebe fördern, die umwelt- und arbeitnehmerfreundliche Möglichkeiten für den Arbeitsweg bieten. "Wir wollen Unternehmen dabei unterstützen, ihren Mitarbeitern bessere Mobilitätsbedingungen zu bieten", sagte die Ministerin den Zeitungen den Funke Mediengruppe. Denkbar seien Jobtickets, die gemeinsame Nutzung von Autos, Fahrradstellplätze oder flexiblere Homeoffice-Angebote. "Wenn wir hier weiterkommen, ist das nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die Lebensqualität", erklärte Hendricks.

In einem Wettbewerb, der in noch diesem Frühjahr ausgelobt werden soll, sollen besonders nachahmenswerte Modellprojekte ausgewählt und mit rund sieben Millionen Euro gefördert werden. Das Umweltministerium bereitet laut Hendricks gerade mit dem Verkehrsministerium die Umsetzung vor.

Förderung für Fahrradschnellwege

Die Zahl der Pendler war 2015 nach Angaben des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) auf einen Rekordwert gestiegen. Demnach pendelten bundesweit 60 Prozent aller Arbeitnehmer zum Job in eine andere Gemeinde - im Jahr 2000 waren es 53 Prozent.

Am Montag hatte das Bundesverkehrsministerium zugesagt, Fahrradschnellwege mit 25 Millionen Euro zu fördern. Diese neuen Wege sollen vor allem Pendler aufs Rad locken.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 04. April 2017 um 06:30 Uhr.

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