Reisende stehen neben einem ICE auf einem Bahnsteig am Hauptbahnhof in München. | dpa

Zweites Corona-Ostern Mehr Menschen unterwegs als 2020

Stand: 13.04.2021 13:30 Uhr

Im zweiten Jahr der Pandemie waren die Menschen an den Ostertagen mehr unterwegs als 2020. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes zur Mobilität hervor. Allerdings verzichteten mehr Menschen auf längere Reisen.

Die Menschen in Deutschland sind in diesem Jahr über Ostern mehr unterwegs gewesen als an den Osterfeiertagen im vergangenen Jahr. Das zeigt eine Sonderauswertung von Mobilitätsdaten durch das Statistische Bundesamt. Die Mobilität war demnach von Karfreitag bis Ostermontag in diesem Jahr "durchgängig höher" als an den Ostertagen 2020. 

Vergleich mit Vor-Corona-Jahr 2019

Verglichen wurde jeweils die Mobilität an Ostern jeweils zum Vor-Corona-Jahr 2019. Danach wurden am diesjährigen Osterwochenende, also am Karsamstag und am Ostersonntag, nur 14 Prozent weniger Bewegungen als 2019 verzeichnet. An Ostern 2020 war gegenüber dem Vorjahre noch eine um 28 Prozent niedrigere Mobilität registriert worden.

Ähnliche Daten zeigen sich auch für die anderen Osterfeiertage. Am diesjährigen Karfreitag war die Mobilität um ein Fünftel (20 Prozent) geringer als 2019 - im vergangenen Jahr hatte es 34 Prozent weniger Bewegungen gegeben. Am Ostermontag wurde ein Drittel (33 Prozent) weniger Mobilität als 2019 registriert, 2020 waren es 43 Prozent.

Auf längere Reisen verzichtet

Nach Reisedistanzen aufgeschlüsselt zeigen die Mobilitätsdaten aber auch, dass die Menschen zu Ostern in diesem Jahr überdurchschnittlich häufig auf längere Reisen verzichteten. Insgesamt gab es nur halb so viele Reisen über hundert Kilometerwie zu Ostern 2019. Dies deutet dem Statistikamt zufolge darauf hin, dass viele Menschen insbesondere auf Besuche von weiter entfernt lebenden Familienmitgliedern und auf Urlaubsreisen über größere Entfernungen verzichteten. Für die Auswertung nutzten die Statistiker anonymisierte Mobilfunkdaten.